Posts mit dem Label Elterneinfall werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Elterneinfall werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 12. August 2011

"Jaqueline, komm ma bei die Mutti und tu den Joghurt ausm Kühlschrank!"

Es wird viel passieren in den nächsten Wochen.
F. wird aus dem widrigen Stande der Arbeitslosigkeit hinaufsteigen in die beglückt lächelnde Ebene der zu 75% Beschäftigten. Unter azurblauem Himmel soll in kleinen Mengen Geld aus den Kassen des Landesamtes für Besoldung und Versorgung in ihre Taschen fließen. Dieses gibt sie umgehend für hübsche Accessoires zur Gestaltung der neuen Wohnung aus, in die A., F. und J. zum nächsten Monat umziehen werden. Es winken eine Zugewinn von 25 qm Fläche in Form eines dritten Zimmers sowie eine Terrasse und ein kleines Stück Wiese, direkt vom Wohnzimmer aus zugänglich. Sehr wichtig auch: die Heizung wird so tadellos funktionieren, daß jedem mit Zeigefinger meckernden Menschen umgehend wegen Nichtbenutzung selbiges Körperteil abfallen wird - und zwar mit einem für das Abfallen von Fingern ungewöhnlich lauten Knallgeräusch, ähnlich jenem Kabumm, welches A. und F. verursachen werden, wenn sie letztmalig die überdimensionierte Haustür der alten Wohnung hinter sich zuschmeißen.
Sollte jemand also am zweiten oder dritten September zuviel Zeit haben, der möge nach Stuttgart kommen und beim Umzug helfen oder Schränke aufbauen oder schmackhafte Mahlzeiten für die beiden Hausherrinnen bereiten. Auch am sechsten September gibt es Dinge zu tun. Dann baut der Küchenmonteur nämlich ganz geschmeidig die tolle neue Küche ein und sägt mit seiner Gehrungssäge Gehrungen aus (oder halt andere Dinge, die man mit Gehrungssägen schneiden kann).
Außerdem befinden A. und F. sich in den nächsten zehn Tagen ununterbrochen autofahrend in verschiedenen Gegenden Deutschlands. Aktuell gerade Würzburg, wo die S. und der M. morgen bei strömendem Regen innerorts heiraten werden. Dies ist ein Segen, weil sie nach der Feier die Reichweite der elterlichen Tentakeln verlassen dürfen, um eigenverantwortlich wilden Aktivitäten zu frönen, wie z.B. Joghurt kaufen und in Kühlschränke stellen, Frühstücken, Nektarinen essen und andere extravagante Dinge.
Als nächstes stehen ein Besuch in Beutesachsen alias Niederschlesische Oberlausitz, ein Friseurbesuch in Dresden und ein Aufenthalt im schönen Erzgebirge an. Deswegen demnächst hier nur sporadische Neuigkeiten. Tada, F.

Freitag, 29. Juli 2011

Das Mompösuu

Das Mompösuu from Die F. on Vimeo.

Faszinierend, welch Gebilde die Natur hervorzubringen weiß.

Freitag, 14. August 2009

Mentos + Cola = Gefahr

Frau Blitzgewitter hat einen sehr schönen Nachnamen, wohnt im Hocherdgeschoß und gehört jener Nachkriegsgeneration an, die sich ganz besonders ziert, Lebensmittel verkommen zu lassen. Dies ist sehr löblich, denn man sollte nicht lax mit den nahrhaften Waren umgehen. So lehnt Frau Blitzgewitter immer dann, wenn sie mal ein altbackenes Brötchen übrig hat, nach althergebrachter Manier mit dem untergelegten Kissen aus dem Fenster und bröselt Krumen auf den Gehsteig. Nicht so günstig ist allerdings, daß die alte Dame trotz der munter pickenden Spatzen keine rechte Geduld für die Bröselei hat. Nach fünf Minuten verliert sie die Lust und knallt die restliche Brötchenhälfte einfach so auf die Straße. Einen ganz passablen Wurfarm hat sie noch, wahrscheinlich mühsam antrainiert beim Umrühren der stark riechenden Kohlsuppen. Kommen F. und J. dann aus der Haustür heraus, muß erstmal links und rechts nach etwaigen Backwaren gespäht werden, damit J. diese nicht schnell hinterschlingt. Schließlich kann niemand wissen, wie gut Frau Blitzgewitter überhaupt noch sieht und ob das Brötchen nicht schon verschimmelt war. Man muß alle Eventualitäten einplanen.
Genau dies hat A. nicht getan und so steht in zwei Tagen der Kurzbesuch ihrer Erzeuger an. Alles nicht so schlimm, denkt sich der blauäugige Leser, doch weit gefehlt: Auch F.s Erzeuger trudeln am Sonntag kurz ein, um der Wohnung ansichtig zu werden. Nun droht Entsetzliches, nämlich ein eventuelles Treffen beider Parteien. F. ist der Meinung, daß Elternzusammenführugen sich nur anbieten, wenn gemeinsame Interessen bestehen, wie z.B. Alkoholmißbrauch. In einem solchen Falle könnten Eltern A und Eltern B schnell auf einen Nenner kommen. Da dies aber nicht zutrifft, muß durch sorgfältige Planung vermieden werden, was unvermeidlich scheint. Es lädt ja auch keiner unterschiedliche Gäste, bei denen von vorn herein klar ist, daß sie eher nicht vom gegenseitigen Austausch profitieren werden, auf eine Party ein. A. meint, sie fände die ganze Angelegenheit spannend. F. findet Horrorfilme zum Beispiel auch irgendwie spannend, sitzt aber während des Films an einigen Stellen trotzdem mit den Händen vorm Gesicht da und denkt: "Geh' nicht in das dunkle Zimmer hinten links, geh' nicht in das dunkle Zimmer hinten links...!" Es ist also nicht alles gut, was spannend sein könnte. Zahlreichen Internetvideos zufolge passiert gar Schreckliches, wenn man ein großes Glas Coca Cola trinkt und direkt danach mehrere Mentos mit Minzgeschmack ißt. Der gesunde Mensch liest sich das durch und denkt kurz - ganz kurz - darüber nach, daß er ja sowohl Mentos im Schrank, als auch Cola im Kühlschrank hat. Neugierde steigt hoch, die Ausprobieridee formt sich. Zum Glück denken die meisten Leute dann aber doch an das unschöne Ende des Mentosvideos und lassen es bleiben. Puh, nochmal davon gekommen.
Das Ende des imaginären Elternzusammenführungsvideos ist gar nicht erst bekannt, weil noch ungedreht. Bauchschmerzen könnten auftreten, chemische Reaktionen katalysiert, Unwissen zu Gewissheit werden. Deswegen: Finger weg!

Sonntag, 28. Juni 2009

Wer Amalgamfüllung sagt, muß auch Hodenimplantat sagen

Was tun, wenn gleichzeitig Gebiß und Hoden erkranken oder verletzt werden? Richtig, man eilt schnurstracks zum Denturologen seines Vertrauens, um beide Körperpartien kurieren zu lassen. Weltweit gibt es nur wenige Denturologen, also Ärzte, die gleichzeitig in der Kunst des Zähneverarztens und Urologentums bewandert sind, da man dafür nicht wie sonst üblich 20, sondern 30 Semester studieren muß. Denturologen sind beruflich großem Streß ausgesetzt, da sie abwechselnd oder zeitgleich in schlecht geputzte Mundhöhlen und verschwitzte Schritte schauen müssen. Da kann einem schonmal die Spucke weg bleiben. Glücklicherweise besitzt die Stadt Montreal einen solchen Spezialmediziner, der vor den tabuisierenden Blicken der Öffentlichkeit hinter Hecken geschützt seinem Tagewerk nachgeht. F. erhaschte gestern einen Blick auf seinen Praxiseingangsbereich.
Die vielen humpelnden, zahnlückigen Leidenden im Hof wollten lieber anonym bleiben. Nun stellt sich unweigerlich die Frage: Wie zieht man sich an so unterschiedlichen Körperstellen gleichzeitig Blessuren zu? Die Ursachen sind vielfältig, aber eine Möglichkeit sieht so aus:
Wer mit derart üppigem Schwunge ins Schwimmbecken hoppst, schlägt sich erst den Unterkiefer ein und landet dann mit den Kronjuwelen (testosterongeladener Ausdruck zu Unrecht auf ihre Genitalien stolz seiender Männer) hart auf der Wasseroberfläche. J. hat sich auf dem Foto aufgrund mangelnder Hoden und aerodynamischen Kiefers nichts getan, als sie volle Kanne in ihren Privatpool sprang. Auch dieser Hechter war besonders gelungen:
J. wurde vorher extra imprägniert, damit ihr Gefieder nicht zu unordentlich aussah. Frisur saß topp.
Mit Katzen kann man so tolle Dinge nicht machen, die gucken einem höchstens beim Fensterputzen zu.
Ansonsten hängen sie ab und warten auf ihr nächstes Futter, so wie Snudgie hier. Dabei hat die doofe Kuh den ganzen Dschungel zur Verfügung. Aber nein, sie kulpt ab. Dreifarbige Katzen sind übrigens immer weiblich, informiert F. an dieser Stelle den und die Leser(in). Warum das so ist, wäre sehr kompliziert zu erklären und bleibt deswegen verborgen.
Zwar nicht auf ihr Futter, dafür aber auf die Familie V. warteten am Freitagnachmittag A. und F. auf dem Flughafen. Dabei sahen die Beiden wie gewohnt sehr attraktiv aus. Nach einer Stunde herumsitzen im unterkühlten Flughafengebäude rollerten die drei Gäste dann endlich durchs Glastürle.
Am folgenden Tag wurden sie zur rituellen Initialisierung zwei Stunden bei Regen durch den Wald gejagt, um später Sehenswürdigkeiten anzugucken.K. tänzelte elegant durchs Terrain, während V. und M. wie Gazellen den Berg hinaufsprangen.
Pont Jaques Cartier.Ein Teil des alten Hafens mit Skyline im Hintergrund.

Morgen wird das Wohnmobil geholt, mit dem dann 14 Tage bei 25 Liter Benzin pro 100km der Osten Kanadas und der Nordosten der USA durchfahren werden. Aus diesem Grunde meldet F. sich nun erst einmal ab. Wer weiß schon, ob es im rauhen Nordamerika unterwegs Internet gibt, wo die Einheimischen sich doch eigentlich auf ungesundes Essen spezialisiert haben? Menschen, die Hamburger braten, können nämlich nicht im Netz surfen, denn sonst wird die Tastatur schmierig. So bleibt der durchschnittliche USAner der Technik fern und verdammt auch F. zur Funkstille. Wo gebraten wird, spritzt Fett.