S. ist die Stadt mit vier t, in der Nachtbusse nur am Wochenende fahren. Nach 0 Uhr bleibt man wochentags also daheim. Genug Zeit, diese Seite zu lesen!
Donnerstag, 8. April 2010
Es frühlingt!
Original Video - More videos at TinyPic
Man ließ sich vom Pony durch die Gegend ziehen:
Es war kalt. Heute grünt es aber schon:
Genauer gesagt, es frühlingt.
Sonntag, 10. Januar 2010
Draußen liegt die Welt in Fetzen, laßt uns drinnen Speck ansetzen! (Fritz Eckenga)
Als F.s Vater in bestem Sächsisch Brötchen kaufen gehen wollte, prallten Welten aufeinander. Verständnislos blickte die Bäckereifachverkäuferin den guttural gurgelnden Mann an, der offenbar unter größten Schwierigkeiten versuchte, seine Bestellung hervorzupressen. Genauso irritiert vernahm der Sachse die seltsame Botschaft der Schwäbin und schlußendlich beschränkte man sich auf Zeichensprache. So soll es F. aber nicht ergehen. Große Mühe wird sie sich geben, durch klarer Worte Klang ihrem Anliegen eine leicht verständliche Stimme zu verleihen; aus unendlicher Langmut soll ihr Geist gemeißelt sein, wenn ihr Ohr die Äußerungen des Gegenübers in Empfang nimmt! Die Kommunikation wird beispiellos sanft dahinmäandern!
Ebenfalls sanft, dafür aber in großen Mengen fiel während der letzten Tage der Schnee. Die neuen Gassigehgebiete, allen voran der Wald rund um den Frauenkopf, wurden deswegen ganz in weiß erstbegangen. Um diesen Wald zu erreichen, muß jedes Mal ein recht langes 'Stäffele' bestiegen werden. Dabei handelt es sich um eine Art Trimm-Dich-Pfad mit etlichen zu überwindenden Höhenmetern und Treppen, die der Figur gut tun sollen.
Dafür wird morgen Zeit sein, denn morgen findet die Beamtenvereidigung statt. Zehn Stunden lang wird vereidigt und dienstbesprochen. F. hofft zwar, daß nur tolle und hochinteressante Dinge behandelt werden, die Wirklichkeit sieht aber bestimmt genau andersherum aus. Ob Langeweile auch Kalorien verbrennt?
Freitag, 6. Februar 2009
Die mit der doofen Nase, bitte Handzeichen geben!
Oben wird deutlich sichtbar, daß J. eine olle Schieletante ist und in mehrere Richtungen gleichzeitig schauen kann. F. hingegen hält ihren glasklaren Blick meist unverwandt dem Leben entgegengerichtet und steht mit der flatternden Fahne des Schicksals am Abgrund der Ereignisse. Dieser wölbte seine Tiefen heut besonders eindrucksvoll, als F.s Schönheit durch ein Mißgeschick stark eingeschränkt wurde: Ihre Nase ist ganz knubbelig angeschwollen. Diese optische Wertminderung hält hoffentlich nicht allzu lang vor. Natürlich war der Unfall zu 100% selbstverschuldet - F. hat noch niemanden Wehrlosen gefunden, auf den sie die Verantwortung hätte abschieben können. Und zwar geschah es wie folgt: F., A. und J. beschritten die Natur, als man beschloß, mal Faxen auf Kamera aufzunehmen. Gesagt getan, es entstand dieses Filmchen:Toll, ne? Nicht so superduper war allerdings die Tatsache, daß J. beim zweiten Filmversuch mit ihrem knetigen Betonschädel genau an F.s sommersprossige Nase donnerte. F.s Contenance geriet im Angesicht der Schmerzen doch arg ins Wanken. Es spritzten Körpersäfte, Zähne wurden geknirscht. Erst später in der trauten Kemenate vor dem Spiegel entdeckte F. dann den entstellenden Nasenschaden.
Später traf man noch einen anderen Hund, der tatsächlich ohne Leine lief und spielen durfte:
Der Schnee war wieder recht tief.

J. sprang dennoch durch die Gegend.

*durchstart*

Hier nochmal F. am Abgrund der Ereignisse. Die Schicksalsfahne ist leider nicht mit im Bild, denn die hat das Foto gemacht, weil A. grad nicht konnte.
Donnerstag, 29. Januar 2009
Hätte ich einen großen Fön, würde ich den Schnee wegfönen!
Das Unglück geht weiter...
Heute also wieder Autofahrt zum Gassiort. F. hatte die tolle Idee, mal einen Tapetenwechsel zu versuchen und J. in den Kofferraum zu setzen. Half aber nichts, es wurde trotzdem gehechelt und gezittert, als würde der Antichrist persönlich mit hinten im Fahrzeug weilen."Der neugefallene Schnee sieht ja gar nicht so tief aus, ich lauf mal die ganze Runde, so tief werde ich schon nicht einsinken. Wenn schon Streß durch Autofahren, dann wenigstens das Tier gleich richtig auspowern."
Rückzu wurde nur auf der zweiten Hälfte der Fahrtstrecke gehechelt, die erste Hälfte schlief die hündische Dampfmaschine.
Abends dann wurde ein extra-ungesunder Kauknochen im Jumboformat gekauft, der fortan nur auf Autofahrten im Kofferraum zum Knabbern bereitliegen wird. Wir versuchen umzuverknüpfen und werden dem bösen Übersprungsverhalten hoffentlich den Garaus machen.
Mittwoch, 28. Januar 2009
Waschanlagenpanik und behauchte Scheiben

2 Wochen früher. A und F. kamen mit J. auf dem Rücksitz vom Spaziergang zurück und beschloßen spontan ob der entstellenden Dreckigkeit des Fahrzeuges, selbiges mal durch die Waschstraße zu fahren. Also wurde an der nächsten Tankstelle die Deluxewäsche gebucht und ins Waschanlagenlokal eingefahren. An den ruhig hinten sitzenden Hund dachte man nur nebenbei, F. freute sich viel zu sehr auf den Ritt durch die Wäsche. Eben jener Hund schob jedoch im eingeseiften Auto eine derartige Panik, wie A. und F. es noch nicht erlebt hatten. Wahnsinniges Hyperventilieren, Speicheln, Hecheln, Fiepsen, wilde Todesangst in den Augen, Leckerlieverweigerung (!). Aus der Waschanlage kommt man natürlich nicht so ohne Weiteres heraus und selbst danach beruhigte sich J. kein bißchen. Erst als man 10 Minuten später zuhause ankam und sie aus dem Auto ließ, wurde es besser. Seitdem (nicht sofort danach, erst einige Tage später) hechelt Madame nun ca. 5 Minuten nach Fahrtbeginn fiepsend vor sich hin. Bei jeder Fahrt. Normalerweise würde F. das einfach ignorieren, aber......heute ging das nicht. Bei dichtem Schneegestöber fuhr man zum Gassi los, Hund auf angestammtem Platze hechelnd. Nun kamen aber starkes Hecheln und Schneefall zusammen und die Lüftung schaffte es nicht mehr, die Frontscheibe vorm Beschlagen zu bewahren. Anhalten Downtown war natürlich nicht drin und es hätte ja auch nichts genützt - erfahrungsgemäß würde J.s Streßhechelei durch nichts aufzuhalten sein. Der Zustand nagte an F.s Nerven. Halb wahnsinnig kam sie am Park Angrignon an, verrichtete im tiefen Schnee stapfend den Spaziergang und fuhr dann mit links und rechts geöffneten Fenstern nach Hause, nur um noch in einen Stau zu geraten. Was für eine hitleröse Fahrt!
Donnerstag, 22. Januar 2009
Invasion unseres Parks
Als naturliebender Mensch kennt man das ja schon: Bei Sauwetter trifft man in den schönsten Parks, Wäldern und Grünanlagen niemanden. Jedermann wendet sich symbolisch und tatsächlich von der unüberdachten Welt da draußen ab. Wer möchte schon gern durch Pfützen schlurfen, sich die Schuhe dreckig machen und naß werden...Wer denkt, dies sei totalitärer Überwachungsstaatenstyle, hat damit vollkommen recht. Jedoch erfordern harte Zeiten und blöde Leute auch entsprechende Maßnahmen. Solange F.s Freiheiten nicht eingeschränkt werden, können die Freiheiten anderer Menschen ihrer Meinung nach ruhig nackig gemacht werden. Nächstenliebe ist schließlich schon lange total out.
Im Winter begegnet man derselben Impertinenz: Die Flocken stapeln sich, die Kälte klirrt, der Park bleibt einsam. F. findet das gut. Sollen die Schönwetterbratzen doch bleiben, wo der Ofen bullert. Eine deutsche Frau friert nicht, eine deutsche Frau zittert vor Wut, daß es nicht kälter ist. Gleiches gilt für Hunde deutscher Frauen.
Schlimmer noch wird die ohnehin schon wenig applaudierenswerte Situation allerdings, wenn auch in der kalten Jahreszeit immerdar lauernde Ausnahmen auftreten. So beobachtet heute in F.s Stammpark Jean Drapeau auf der Île Ste Hélène. Sonst trifft man dort pro 2 Stunden Spaziergang im Schnitt eine lausige Person, die zudem nur als 0,5 Personen gezählt werden kann, weil sie entweder a) obdachlos (wenn man keine Bleibe drinnen hat, gilt der Aufenthalt im Freien logischerweise nur zu 50%) oder b) ein Fotograf (der dick eingepackt den Weg vom Auto zum Fotografierobjekt und zurück sprintet, um kürzer draußen zu sein) ist. Heute war in Vorbereitung auf die Fête des Neiges, das Schneefest, alles voll mit skulpturenformenden Pseudokünstlern und soundcheckenden Familien-DJs. Kinder können in toll geformtem Umfeld rutschen


und sich auf 12 nebeneinander angelegten Spuren mit Gummireifen in die Tiefe stürzen. Auf dem Weg um die Insel herum wurde eine 3km lange Eislaufbahn angelegt. Es gibt einen Lift, plärrende Popmusik, Eisstockschießen, ein Hockeyturnier, Eisbaden im Fluß, und Einiges mehr. Alles in allem schauen schon die Vorbereitungen spannend aus. J. kann gar nicht hingucken.
Die üblicherweise so einsame Insel wird überschwemmt von entertainementhungrigen 3jährigen + Eltern sein. Genau richtig für F. und A. Die werden das Gassigehgebiet für dieses Wochenende woandershin verlegen, dafür aber mal beim Reifenrutschen vorbeischauen. Vielleicht ändert die sanftmütige F. ja dann ihr Urteil und erlaubt dem Amüsiervolk offiziell den Aufenthalt in ihrem Park. Altruismus und Freigiebigkeit sind schließlich ihre zweiten Vornamen. *räusper*Mittwoch, 21. Januar 2009
Wenn die Natur ruft!
Was aber, ja was tut man gehen die allseits gefürchtete Kombination aus [Kalt + windig + draußen + dringend benötigter Stuhlgangauswurf - öffentliche Toilette]?
Winzige Gebüsche, notdürftig von zwei Seiten blickgeschützt, die einem zum Pullern noch gut genug erschienen, erhalten in der eigenen Vorstellung plötzlich imaginäre Scheinwerfer und spontan auftauchende Menschenmengen als unerwünschte Attribute.
Die schlimmste Frage für den sonst so gewissenhaft Kot wegräumenden Hundehalter bleibt außerdem: Wohin mit der eigenen - im Vergleich zum normalerweise aufgehobenen Stuhl des mittelgroßen Hundes überdimensionierten - Kackwurst? Liegenlassen? Niemals! Denn kommt man drei Tage später zum erneuten Gassigang am Ort des Vergehens vorbei, möchte der Hund ganz sicher einen Happs vom lockenden Altkot nehmen - vom unästhetischen Anblick mal ganz zu schweigen.
Die Lösung liegt also nahe - Tüte raus und mitgenommen. So geschehen jüngst hier in Montreal durch eine Person, die diesmal gar nicht genannt werden möchte. Daß diese Person im Anschluß in Ermangelung guten Klopapiers noch den Schnee zur Säuberung des eigenen Hinters verwendete, soll nur am Rande erwähnt werden.
Die Sache ging zum Glück gut aus, da man als Superhundehalter ja immer viele, volumentechnisch reichlich bemessene Plastiktüten mitführt. Fotos von der Aktion müssen aus Gründen der Privatsphäre leider unterbleiben. Guten Abend.
Dienstag, 20. Januar 2009
Generelle Bülderchen
Wenn es mal kurz zu warm war und alles schön anfriert, so daß man auch ja keinen Fuß sicher vor den anderen setzen kann, sieht es so aus. J. ist dann die Einzige, die nicht rutscht und wie auf Eiern läuft. Sie kann sogar noch sprinten.Downtown Montreal im November vom Aussichtspunkt im Parc Mont Royal aus betrachtet.


Frage an das Publikum: Was stimmt auf untenstehendem Bild nicht (außer der Schärfe)?

Als es so kalt war, fror der Fluß langsam zu. Aus purer Effekthascherei dampfte das Wasser dabei ganz ordentlich.
Zwischen den Bänken ist das Parken übrigens IMMER verboten. Diesmal ganz einfach. Mensch und F. hatte schon mit dem Gedanken gespielt, das Auto dort reinzuquetschen. Aus der Traum!

J. guckt wie immer nur blöd. F. versucht J. übrigens schon seit einer Weile fettzufüttern, damit sie sich weniger bewegt und langsamer rennt; klappt aber nicht, wie man sieht. Schlank...


...und schnell!

Schwarzer Hund auf weißem Grund mit blöder Handykamera fotografiert - geht gar nicht. Was wird nun erneuert? Kauft F. sich ein neues Handy oder einen neuen, weißen Hund? Bei den Vertragsbindungen heutzutage kommt der neue Hund bestimmt billiger.

Sonntag, 18. Januar 2009
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Video: So räumt man Schnee weg!
Tolle Teamarbeit in den Straßen Montreals.
Viel Spaß beim Anschauen!
http://www.youtube.com/watch?v=w4dAPFb6MeM
Dienstag, 9. Dezember 2008
20cm in 6 Stunden
Gestern Abend lag nur hie und da ein Krümelchen Schnee, Heute morgen sind das Auto dick bedeckt und die Straße zu bei -12°C (gefühlt -19). Yippieh, denkt F. für circa drei Sekunden, bevor sie sich daran erinnert, daß das Auto freigekratzt werden muß und der Schnee beim noch so vorsichtigen Öffnen der Autotür auf den Sitz fallen wird. Das Eis sitzt unter den Scheibenwischern, der Schnee fällt so dicht, daß man nur 20 Meter schauen kann und der Verkehr läuft quälend langsam.
Im Park wird gestapft, während die Schneeflocken auf F.s vorstehendem Schal kleine Türmchen bilden. Bei dem Wetter verschneidet doch tatsächlich ein Parkarbeiter die Bäume. Im Oktober war dazu wohl zu gutes Wetter. Beim Bäumestutzen will man sich ja schließlich von eisigen Böen quälen lassen, sonst ist das Feeling nicht so jack-london-mäßig.
Das Tier wühlt sich endlos durch den Schnee, wälzt und robbt, zieht mit der Schnauze Schneisen durch das Pulver und friert gar nicht. F. verwirft den Gedanken an einen wärmenden Hundemantel endgültig und beschließt, das Geld stattdessen für eine Sturmhaube auszugeben.
Nach einer anderthalben Stunde Gassi liegen auf dem Auto schon wieder 5cm Schnee. Der Kombi hat hinten keinen Scheibenwischer, aber die interessanten Dinge passieren beim Autofahren eh vorn. Wer möchte schon auf die Kadaver längst überfahrener Kleinkinder und Kuschelpuschelhasen zurückblicken?
Abends läßt der Schneefall dann nach und geht später in gefrierenden Regen über. Regen, bei -9°C? Wer hat sich das denn ausgedacht? Neben den parkenden Autos liegt eine 40cm hohe Schneewulst, die friert bis morgen früh und muß dann abgetragen werden - ob die Stadtreinigung das übernimmt? Für den Fall, daß das nicht so ist, haben F. und A. heute eine Schneeschippe gekauft, zusätzlich zu
- dem kurzen Besen für den Schnee
- dem langen Besen für den Schnee
- dem Eiskratzer
- dem Schloßenteisungmittel
- der Scheibenwischerflüssigkeit bis -45°C
- dem Sandsack
- und den Fleecedecken.
Den Winter haben eindeutig die Kapitalisten erfunden. Alle anderen Jahreszeiten übrigens auch.








