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Freitag, 9. Juli 2010

Ein bunter Blumenstrauß an Bildern - Teil 1

Seit einiger Zeit besitzt F. ein Kamerahandy, das trotz 3,2 Megapixeln Auflösung immer noch erstaunlich schlechte Fotos fabriziert. Dank dieses Technikwunders fotografiert sie ab und an interessante Dinge, die ihr im tristen, drückenden Endzwanzigeralltag so vor die Nase geraten. Hier eine geheime Auswahl jener Objekte:
 Was ist das wohl für ein Mensch, der Zeitungsartikel aus dem täglichen Stuttgarter Wurschtblatt kopiert, laminiert (!!!), an öffentichen Stellen verteilt und gewissenhaft untendrunter einen derart schönen Satz notiert? Wahrscheinlich hat derselbe Mensch, als er der ersten weiteren Person den wichtigen Artikel zum Lesen vorlegte, traurig kopfschüttelnd 'Armes Deutschland!' gemurmelt. Extrem wahrscheinlich.
An dieser Stelle sollte jetzt eigentlich das sehr schöne Motiv von A.s Mandelentzündung präsentiert werden. F. ist sich allerdings nicht sicher, ob trotz hoher Ästhetik und unbestreitbarem Informationswert ein zu starker Ekelfaktor vorliegt, der alle Blogleser scharf einatmen ließe. Deswegen weg mit dem scheußlichen Mandelentzündungsfoto. 
Oben zu sehen der schmunzelhafte Zustand des rechten Außenspiegels von A. und F.s Wagen. Nach einem Akt roher Gewalt wurde dieser per Sekundenkleber und Kraftband unter Berücksichtigung von keinerlei Qualitätsmaßstäben wieder am Fahrzeug angebracht. Seitdem quietscht er, wie ein Sechserpack 1,5 Liter Aldi-Plastikmineralwasserflaschen, wenn man ihn von der Europalette in den Einkaufswagen hievt. Jeder kennt das Geräusch. Für zwei Sekunden durchaus charmant - süß gar - für sechs Stunden auf 500km nach Chemnitz absolut gehirnverflüssigend.
Ein Feuersalamander im Teich nahe der Waldebene Ost Stuttgarts. Das erste Exemplar, welches F. persönlich unter die Augen trat. Laut Wikipediaartikel hat ein Feuersalamander bisweilen eine sogenannte Begleitfauna. Die Geburtshelferkröte zum Beispiel, welche so komisch heißt, weil sie sich ihre Eier um die Fersengelenke wickelt, statt sie irgendwo zu vergraben. Menschen können ihren Nachwuchs leider nicht um die Fersen wickeln, weil die Proportionen für solche Eskapaden ungünstig angelegt wurden. Deswegen bleibt die Geburtshelferkröte allein mit ihrer unkonventionellen Lösung.
Im Reformhaus am Hbf Stuttgart kostet DARMCARE jetzt nur noch € 11,99 statt € 13,49. Ungeklärt bleibt weiterhin, was verkauft wird: Eine Dienstleistung oder ein Nahrungsergänzungsmittel? Falls es sich um eine Dienstleistung handelt, spielt F.s Fantasie sofort absolut verrückt. Falls DARMCARE jedoch ein einfaches Nahrungsergänzungsmittel sein sollte, fragt man sich natürlich, warum es preislich reduziert worden ist. Rückt das Verfallsdatum näher oder will keiner seinen Darm pflegen? Und was richten solche Darmmittel eigentlich Schlimmes an, wenn der Zeitraum der sicheren Nutzung verstrichen ist? Die engagierte Angestellte des Reformhauses konnte dazu keine Aussagen treffen, hatte jedoch eine für Stuttgarter Verhältnisse sehr alternative, asymetrische Frisur, bei der die Haare auf der einen Seite viel kürzer rasiert waren, als auf der anderen. Sah einigermaßen schick aus.
Jetzt soll hier erstmal Schluß sein. F. knallt sich einen Grillkäse Gouda mild in die Pfanne und schaut dann Star Trek. Tada!

Mittwoch, 9. Juni 2010

Der kann ja nicht mal einer Amsel nen BlueRay-Player verkaufen.

Liebes Blog,
gestern und heute war F. krank und mußte zuhause bleiben. Kein Schuldienst, kein Lehrerseminar, stattdessen Schwindelanfälle und langweiliges Abhängen in geschlossenen Räumen. Während draußen bis zu 30°C herrschten, blieb die kühle Wohngrotte bei angenehmen 24 Grädern, fast ein bißchen kalt für F.s Geschmack. Aber brave Kranke sitzen die ganze Zeit daheim und profitieren überhaupt nicht vom schmucken Wetterklimbim, herrjemine! F. wäre allerdings auch in keinem Zustand gewesen, durchs Viertel zu flanieren, da sie schon innerhalb der Kemenate alle Nase lang mit den Türrahmen kollidierte - so arg spielte ihr das Gleichgewicht Streiche. 
Dafür hatte sie genug Zeit, auf dem Balkon zu sitzen und A.s Pflänzchen vor der blöden Amselkuh zu beschützen, die ständig in den Kästen rumturnt und wühlenderweise irgendetwas sucht. Auf F.s Rat hin hängte A. am Wochenende schon jede Menge CDs an Stricken quer über den Balkon, um die Amselkuh das Fürchten zu lehren. Leider zeigte dies nicht den gewünschten Effekt. Die Amselkuh wühlte munter weiter. Wahrscheinlich wunderte sie sich sogar, warum die doofen Menschen ihren Wohnbereich mit leeren Rohlingen dekorierten und hätte auch glatt ein paar CDs eingesteckt, wenn sie nicht vor kurzem auf BlueRay umgestiegen wäre, damit die Amselfamilie ihr tolles Abendprogramm in HD genießen kann. Bei der Amselfamilie sieht es im Wohnzimmer übrigens genauso unwohnlich aus, wie in den meisten deutschen Menschenwohnzimmern: alle Möbel sind sklavisch nach dem Fernsehgerät ausgerichtet. Würden die Leute nicht so entsetzlich viel Fernsehen schauen, könnte man glatt meinen, sie besäßen das Gerät nur, damit sie wissen, in welche Richtung die Sitzgarnitur zeigen soll. Ohne Fernseher fehlte das Epizentrum der Wohnstube, welch grausiges Szenario! Also kaufen alle bei Saturn oder im Mediamarkt von komplett inkompetenten Servicemitarbeiter plakativ beschriebene Flachbildschirme, hängen oder stellen sie in massive Schrankwände oder auf Abstelltische mit Glastür und benutzen sie dann natürlich auch (wo sie doch einmal da sind). Verständlich.
Über das grandiose Halbwissen der Elekrogroßmarktmitarbeiter wollte F. schon seit längerem mal richtig abbitchen. Diese Tölpel! Diese Hochstapler! Hätte man etwa schon von Blumenfachverkäufern gehört, die Rosen nicht von Gerbera unterscheiden können? Oder würden bei DHL Typen ohne Fahrerlaubnis eingestellt? Natürlich nicht! Und dennoch besitzen Saturn und Co. die Impertinenz, Menschen zu beschäftigen die keine Ahnung von Videospielen haben oder nicht wissen, wie man einen MP3-Player bedient.  Stumpfe Grobiane, die noch nie einen PC von innen gesehen haben! Zurückgebliebene Germanen der Elektronik, durch den Limes der Großmarktpolitik unüberwindbar getrennt von den Fakten der modernen Technik.
Ahh, das tat gut. Die Gesundung rückt in greifbare Nähe und demnächst wird F. einen dieser Plastikraben kaufen und neben die CDs auf der Balkonbrüstung platzieren. Mal sehen, was die Amselkuh dann macht. 

Sonntag, 6. Juni 2010

Der Sinn des Lebens ist eine Blume. Oder eine Perserkatze.

Lob dem tollsten Haushaltgerät der Welt! Lob dem Geschirrspüler, Sparer von Zeit und Wasser, Nerven und schöner Handhaut! Lob, Lob!
Vor einigen Wochen erwarben A. und F. ein solches Maschinchen gebraucht für wenige Euro und erfreuen sich nun mühelos sauberen Geschirrs. Ein wenig Gefummel an der Abwasserleitung, eine Prise Spezialsalz und ein 7-Phasen-Tab der Marke ja! reichen aus, um das sklavische Gerät zum Arbeiten zu motivieren. Nie mehr sich stapelnde Teller und Tassen, die die Arbeitsfläche in der Küche kontaminieren, nie mehr fettiges Spülwasser und Nudeln im Abflußsieb, nie mehr! Hinfort die Sorgen um das Gekratze mit dem Metalldingens, das keinen richtigen Namen hat, einem aber die Fingernägel ruiniert, wenn man damit eingetrocknete Speisen bearbeitet. Nur noch neutral duftende Lappen bevölkern die Spüle, oh Wunder der Technik.
Der Klarspüler ist übrigens auch von der Marke ja!, was einen einmal mehr wundern läßt: Auf welche dringliche Frage soll ja! eigentlich die Antwort geben? Wird diese spezielle Frage bei der Entwicklung jedes neuen ja!-Produktes extra erdacht? Oder handelt es sich um eine universelle, jedem Stück Ware inhärente Problematik? 
Wie zum Beispiel 'Was ist der Sinn des Lebens?' - nein, denn darauf antwortet nur ein zynischer Optimistenklotz mit ja! Mhm. Vielleicht 'Ist Dir der Sinn des Lebens bekannt?' - klingt schon vielversprechender. Allerdings kommt damit niemand weiter, weil auf der Spezialsalzpackung ja keine zusätzlichen Hinweise zum Sinn des Lebens aufgedruckt sind. Da steht nur REIZEND und 'Gefahr ernster Augenschäden' und 'Darf nicht in die Nähe von Kindern gelangen.' Wieso sollte ein Hersteller, der den Sinn des Lebens zu kennen behauptet, Packungen mit der frohen Botschaft bedrucken und gleichzeitig Kinder kriminalisieren? Oder beziehen sich die kryptischen Anweisungen auf den Sinn des Lebens selbst? 'Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen' klingt, als wäre der Lebenssinn, den die REWE-Handelsgruppe da so geschickt vor der Menschheit zu verstecken versucht, ziemlich gefährlich oder aber sehr fragil. Immerhin ist die menschliche Magensäure dafür bekannt, alle Arten von Substanzen effizient aufzulösen. F. hat einst als Kind ein kleines Lego-Plastikblümchen verschluckt. Trotz aufwändiger investigativer Bemühungen wurde jenes Blümchen niemals wiedergefunden. Sollte der Sinn des Lebens also aus ähnlichem Material sein, so scheint die Warnung vorm Verschlucken gerechtfertigt.
Da nun zweifelsfrei bewiesen ist, daß die REWE-Handelsgruppe den Schlüssel zum Lebenssinn in den Händen hält, hat F. beschlossen, soviele ja! Produkte wie möglich zu kaufen, um weiterer Hinweise habhaft zu werden. Folgendes ist bisher bekannt:
Der Sinn des Lebens
  • stellt eine Gefahr für die Augen dar, muß also besonders schön, häßlich oder hell sein
  • darf nicht verschluckt werden, ist demnach gefährlich oder wenig stabil gebaut
  • kann allergische Reaktionen hervorrufen
Die bisherigen Fakten weisen darauf hin, daß der Lebenssinn entweder eine Blume (schön, instabil, allergieauslösend), Licht (hell, gefährlich, allergieauslösend) oder eine Perserkatze (häßlich, gefährlich, allergieauslösend) ist. Da kaum ein Mensch aus Versehen eine Perserkatze oder Licht verschlucken würde, tendiert F. zum gegebenen Zeitpunkt mehr zur Blume. Sobald weitere ja!-Produkte gekauft wurden, um die Beweislage zu verbessern, sollen die Auswertungen hier erscheinen.
Im Verlauf der Gedankenreihe zum Thema Sinn des Lebens wurde F. übrigens klar, daß nicht nur dem Geschirrspüler, sondern auch der Waschmaschine großes Lob als herausragendes Haushaltsgerät gebührt. Sie wäscht Kleidung rein und ermöglicht regelmäßigen Kleidungswechsel ohne viel Anstrengung. Mit ihr wirken die Menschen schöner und weniger nackt, sie spart ebenso Zeit und Wasser, wie ihre Freundin, die Spülmaschine. Ein Lob also auf die Waschmaschine und die Geschirrspülmaschine! Lob, Lob, Freude, Jauchzen!

Freitag, 18. Dezember 2009

Plus schlägt Netto, verliert aber trotzdem.

Am Dienstag ging F. in den Netto, um Leckeres zu kaufen. Die Supermarktkette Netto überschwemmt mittlerweile die Stadt mit Filialen und hat den weitaus sympathischeren Plusmarkt verdrängt. Plus wirkte in seinem frischen Orange-Blau mit den kichrigen Kleinen Preisen immer sehr anziehend auf F. Dort durfte man auch Bio-Produkte kaufen, die derart billig waren, daß sie niemals wirklich bio sein konnten. Plus hatte Charme. Könnten Aral und Obi heiraten, sich fortpflanzen und würden sich obendrein für Lebensmittel interessieren, hieße ihr Nachwuchs Plus. Damit ist es aber nun vorbei: Aral und Obi sind kinderlos, stattdessen gibt es an jeder Ecke einen Netto, dessen brummige Eltern Jet und Agip dem Sohnemann nur Verwerfliches mit auf den Lebensweg geben konnten. So existieren zwar noch immer vereinzelte Bio-Produkte zu unverschämt billigen Preisen, jetzt aber in rot-gelb und ohne infantiles Werbegequietsche.
An den Nettokassen hängen Schilder, auf denen steht, daß die Mitarbeiter angewiesen sind, eine neue Kasse aufzumachen, wenn mehr als fünf Kunden an der Kasse warten. Natürlich stimmt das nie und nimmer, weil viel zu wenige Mitarbeiter im doofen Nettogeschäft racken, als daß man dieses Versprechen einzulösen in der Lage wäre (vielleicht können die Nettoleute auch einfach nicht zählen - das hält F. aber für unwahrscheinlich). Jedenfalls lastet durch das unsägliche Schild ein großer Druck auf den Schultern der Supermarktangestellten: Sie bekommen Gramesfalten im Gesicht und altern schneller. Deswegen kamen die unzurechnungsfähigen Nettobetreiber auf die schöne Idee, jedem Mitarbeiter ein Schildchen an die Brust zu heften, auf dem steht: "Ich bin freundlich!" Sollte man also durch das - zweifelsohne meistens tadellose - Verhalten der KassiererInnen nicht schon bemerkt haben, daß diese ein nettes Völkchen sind, kann man zur Sicherheit immer nochmal auf dem Schildchen nachlesen. Es ist folglich vollkommen egal, wie sich der gemeine Nettomensch in Wirklichkeit verhält: Das Schild definiert sein Verhalten per se als "freundlich". Schließlich ändert sich der Text ja nicht, wenn die Kassiererin doch mal eine blöde Pottsau ist. Dann steht da immernoch "Ich bin freundlich!" und nicht etwa "Ich bin eine blöde Pottsau!" Sicher wäre das auch viel zu teuer, Schildchen herzustellen, deren Aufschrift sich je nach Befinden des Trägers ändert.
Gäbe es aber derartige Schilder, so hätte letzten Dienstag auf dem von F.s Kassiererin gestanden: "Ich weiß zwar nicht, wie die Frucht heißt, die Sie da eben auf das Band gelegt haben, bin aber trotzdem total nett!" Die Frucht hieß Pitaya - auch als Drachenfrucht bekannt - und war für unglaubliche EUR 1,79 das Stück im Angebot. Normalerweise sind diese Dinger viel teurer und da es auch schön weiche, knallig pinke Exemplare gab, schlug F. gleich zu. Schließlich hatte A. ihr gebeichtet, noch nie eine Pitaya verzehrt zu haben und diesem Mißstand mußte ein Ende gesetzt werden. Da half es auch nichts, daß die Pitaya im Dezember in hiesigen Breiten noch viel viel fehl am Platzer war, als ohnehin schon in all den anderen deutschen Jahreszeiten. Per klimazerstörendem Flugzeug mußte sie eh gekommen sein - also schnell rein in den Einkaufswagen und ab nach Hause. Blöderweise stellte sich später heraus, daß die arme Pitaya wahrscheinlich fast schon als Blüte vom Baum gerissen und verschickt wurde, denn sie schmeckte überhaupt nicht. Knallig pink und weich hin oder her, das  Früchtchen schmeckte nach Zimmerpflanze. Im zarten Alter von 14 Jahren verspeiste F. einmal mehrere Ficus Benjamini Blätter, um ihrer zweijährigen Schwester zu imponieren (die daraufhin beim Anblick des Essaktes heftig zu würgen begann) und genau wie damals jene kleinen Blättchen schmeckte nun die Drachenfrucht. Aus diesem Grunde wurden ihre Reste in kleine Stückchen geschnitten, in den Hundenapf verfrachtet und mt Kürbiskernöl übergossen. Dann bot man sie J. an, die den Ficusersatz begeistert verschlang.


Und die Moral von der Geschicht':

a) Ficusblätter ißt man nicht.
b) Pitayas kauf' bei Netto nicht.
c) F. Ficus ißt, die Schwester bricht.
d) Bei Netto herrscht FreundLICHkeitspflicht.
e) Sieben Silben reichen nicht.



Donnerstag, 5. November 2009

Tote Kastraten schreien wortlos nach Feuchtigkeit UND Lipiden

Cecilia Bartolli, Mezzosopranistin, wurde in der letzten Ausgabe der Brigitte gefragt, was sie "an kastrierten, toten Männern" fasziniere. Uns allen brannte jene Frage seit Monaten auf den gelmodellierten Fingernägeln, aber gerade die Brigitte zeigte Mut und sprach sich aus, wo eben noch eisiges Schweigen herrschte, prangerte an, wo Mißstände der Leserin bisweilen drückend die Luft zum Atmen nahmen. Dabei wurde die Schwere der mißlichen Lage kastrierter, toter Männer auch rhethorisch klar strukturiert: Diese Herren sind an oberster Stelle kastriert, in zweiter Linie erst tot. Liegt hier eine Wertung vor? Möchte die Brigitte andeuten, daß es schlimmer ist, kastriert, als tot zu sein? Oder handelt es sich um eine Kausalkette; sind die Männer dramatisch verstorben, weil sie mit schmutzigem Spritzbesteck im Séparé einer feministischen Fundamentalistinnenspelunke ihrer Triebknollen beraubt wurden? Darbten sie vor Kummer monatelang dahin, um schließlich vom Leben enttäuscht und gänzlich entmannt einsam zu sterben? Es könnte natürlich auch sein, daß all dies großer Humbug ist und die Adjektive ganz zufällig in ebenjener Reihenfolge dastehen. Die Männer verstarben, man bemächtigte sich ihrer Hoden, verhökerte diese auf dem chinesischen Schwarzmarkt für Suppen und Tinkturen und hatte statt Ideologie und Quälerei in Wirklichkeit nur Taler und Moneten im Sinn.

Frau Bartolli ist das total schnuppe, was die Brigitte so den lieben langen Tag zusammenschreibt. Sie antwortet nämlich ganz lapidar, an toten, kastrierten Männern fasziniere sie "alles". Eine sehr inklusive Einstellung, wie F. findet. Kann einen wirklich 'alles' an einer Sache faszinieren? Außerordentlich positive und lebensbejahende Gesellen können das sicher. Zu denen gehört F. aber nicht. Wenn sie so richtig inklusiv denkt, dann in Verbindung mit dem Verb 'stören'. Es kann einen zum Beispiel 'alles' an einem unsympathischen Menschen stören. Man steigert sich rein, man sucht nach Unrat im Wesen der üblen Person. Ist sie nicht doch etwas zu füllig, überqualifiziert, naiv? Kämmt sie ihr Haar auf bekrittelnswerte Weise? Sind die Klamotten ständig schmutzig oder zumindest geschmacklos und ist nicht ihr Lebensabschnittegefährte eine blöde Sau? Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, daß mit dem Verb 'stören' so richtig was abgehen kann. Wer sich anständig gestört fühlt, braucht keinen Broterwerb, um den eigenen Kopf auf Trab zu halten. Sich-gestört-fühlen gibt es auch im Mehrspielermodus, zu zweit oder zu mehrt als Team, um Aggressionen abzubauen gar gegeneinander - dem Stören sind keine Grenzen gesetzt. Nicht nur Menschen können stören, auch Zustände haben ordentlich Potential.

Fast jede zweite Frau über 45 neigt zum Beispiel laut Dr.Wolff unter akuter Scheidentrockenheit. Zu Recht ballen also beinahe 50% der Frauen zornig ihre Fäuste in die Lüfte und fühlen sich von zuviel Trockenheit im Schritt massiv gestört. Anders als der private Groll gehen Herrn Schulz von nebenan stellt das so erschreckend häufige Leiden der Scheidentrockenheit ein ernsthaftes Problem dar. Jeder leidet auf seine Weise. Wessen Vagina reibt, der wird sein Leben kaum zusätzlich mit unnützem Geplänkel belasten. Viel zuviel Energie kostet das Wettern über den eigenen Körper, als daß einem noch schöne Verwünschungen gegen die lästigen Mitbürger einfallen würden. Die hungernden Kinder in Afrika scheren sich schließlich auch kaum um den überhängenden Kirschbaum des Nachbarn. Natürlich auch der Tatsache wegen, daß es in Afrika total selten Vorgärten mit Kirschbäumen gibt, weil die Ziegen da zum Fressen gar nicht herankommen würden.

Den scheidentrockenen Frauen kann mittlerweile geholfen werden. Die Vagisan(R) FeuchtCreme bietet Feuchtigkeit UND pflegende Lipide und kann in der Apotheke sogar wortlos erstanden werden. Linderung naht also mit großen Schritten herbei.



"Apotheker und Apothekerinnen wissen [bei Vorlage des Coupons], dass Sie eine Packung Vagisan(R) FeuchtCreme kaufen möchten." So beschrieben soll also der intime Kauf ohne Worte funktionieren. Oh traurige Welt, in der trockene Scheiden stumm über Papierstückchen kuriert werden, weil der Mitmensch sich durch die Terminologie gestört fühlt! Wortreich sollten die Kranken an den Apothekenschalter treten können! Blitzschnell soll es wieder flutschen, damit mehr Zeit bleibt zur Pflege des Griesgrams. Nur das gut geölte Genital läßt dem Träger und der Trägerin Raum für persönlichen Ärger.

Donnerstag, 17. September 2009

Hätten Gastroenterologen Menschen als Haustiere, würden sie deren Kot mit Plastikbeuteln wegräumen und dabei prüfend nach der Konsistenz quetschen

Morgen früh um 8:15 Uhr schreitet F. zum Laktoseintoleranztest. Die freundliche Sprechstundenhilfe names Anett meinte, zwölf Stunden vor dem Test müsse man nüchtern bleiben und dürfe vorallem auch keine Zähne putzen. Das Verfahren dauert drei Stunden. Nun malt F. sich in den schillerndsten Farben aus, wie das wohl sein wird: Drei Stunden in einem Wartezimmer mit lauter Laktoseintoleranzkandidaten, die alle Kohldampf schieben und obendrein noch sehr verschlafen aus dem Mund riechen. Jeder versteckt sich hinter einer Laura oder SuperIllu und haucht die dünnen Zeitschriftenseiten voll, die bereits entsprechend vergilbt und verlebt aussehen. Trotz morgendlicher Frische wird das Fenster weit geöffnet sein, ebenso wie die oberen Knöpfe der Hosen, denn Laktoseintolerante neigen sowohl zum Pupsen als auch zu starken Blähbäuchen. An solchen Tagen überlegt der Herr Doktor Gastroenterologe ernsthaft, warum er nicht einfach Anästhesist geworden ist. Da darf man bei der Arbeit sitzen und tupft maximal etwas Speichel aus dem Mundwinkel des friedlich schlafenden Patienten. Aber nein, Magen/Darmkrankheiten sollten es sein. Nun hat er den Salat.
Sollte F. nicht auf Laktose unverträglich sein, könnte es sich übrigens noch um eine Fructoseintoleranz handeln. Vom bunten Blumenstrauß der Nahrungsmittelprobleme hat sie ein paar hübsche langstengelige Exemplare auf dem Küchentisch stehen. Tulpen sind da aber nicht dabei, denn Tulpen sind außergewöhnlich häßlich. Deswegen wachsen sie auch vorwiegend in den Niederlanden, wo ewig orange Mode ist und die Männer auf Fönfrisuren stehen. Seit das neue 'The Sting' Geschäft in Dresden heute eröffnete, hat Holland übrigens gleich viel weniger Einwohner; die leitenden Angestellten bei 'The Sting' sprechen nämlich alle wie Rudi Carrell. Ihre Wohnwagen haben sie daheim gelassen. Weitere Hollandklischees fallen F. grad nicht ein. Auch ihr Schubladendenken ist durchaus noch erweiterbar, man lernt nämlich nie aus.

Freitag, 1. Mai 2009

Mayonnaise mehrt Mißstände mehrerer Menschen Montreals

Auf Wunsch einer einzelnen Person hier Bilder einer typischen, nordamerikanischen Hundeauslauffläche:
Laut F.s Schätzung müßte das gute Stück knapp 50x50 Meter messen. Es befindet sich an einer stark befahrenen, 4spurigen Straße und ist eines der besseren Exemplare, da es Rasen gibt. Meistens haben solche "Parks" nur Kies oder zertrampelte Erde. Bescheuerterweise ist der Zaun nur ungefähr 1,20m hoch - also für fast jeden Hund leicht zu überwinden. In solchen umzäunten Ghettos verbringen die hiesigen Hunde ihr leinenfreies Leben.

Der durchschnittliche Hundehalter steht in der Gegend herum und quatscht oder wirft ununterbrochen Spielzeuge durch die Botanik. Meistens setzt man sich hin, um nicht zuviel körperliche Betätigung aufkommen zu lassen.

Abrupter Themenwechsel: Mangelnde Bewegung geht bekanntlich oft mit ungesundem, stark zucker- und fetthaltigem Essen einher. Hierzu ein Foto von F.s neuesten Frühstückscerealien:
Sie heißen Lucky Charms Chocolate. Bei der farbenfrohen Komponente handelt es sich um eingefärbte Marshmallows (aufgeschäumter Zucker). In Kombinatorik geschulte Personen erwarten zu Recht einen außergewöhnlich süßen Geschmack und werden in dieser Hinsicht nicht entäuscht. Hierzulande stellt dies wohl die bevorzugte Frühstücksmahlzeit dicker Hortkinder dar. Mittags essen derartige Kreaturen Pommes, die sie in Mayonnaise aus 2Liter-Behältnissen tunken, wie man sie in jedem örtlichen Supermarkt (ostdeutsch: Kaufhalle) findet.
Wozu man im privaten Bereich 2Liter Miracel Whip oder eingelegte Oliven braucht, bleibt schleierhaft. Selbst geschmacklich besonders bedauerlich veranlagte Menschen könnten damit Kartoffelsalat für sämtliche Einwohner Liechtensteins brauen. F. ist der Meinung, daß, wenn es eine Liste von Speisen gäbe, die den Prozeß der Menschwerdung und der guten Charakterbildung herausragend behindern, Kartoffelsalat mit viel Mayonnaise sicher in den Top 3 wäre. Mayonnaise verheert die Lande und verbrennt Geschmacksnerven bei lebendigem Leibe. Wer Mayonnaise mag, schubst auch kleine Entchen in den Teich. Mit Mayonnaise aufgezogene Kinder nehmen später Drogen, bekommen zahlreichen Nachwuchs, brechen die Schulbildung vorzeitig ab und falten ihre Socken nicht. Menschen dieses Schlags mixen zu Silvester Bowle aus 2,5Liter Pfirsichdosen (zum Größenvergleich links eine mittelgroße Dose Champignons) und feiern im Keller auf weißen Plastestapelstühlen (westdeutsch: Plastikstapelstühlen) sitzend das Dahinscheiden des alten Jahres. Um Mitternacht zünden sie Feuerwerkskörper aus Polen im Wert eines Monatsgehalts und verlieren dabei wichtige Körperteile, um später im Verlauf des resultierenden Invalidentums gesunde deutsche Krankenkassenzahler zu belasten. So sieht die Sache nämlich aus.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Bienvenue chez Super C! Welcome to Super C!

Heute morgen nach dem Aufstehen weinte F. bittere Tränen der Verzweiflung, da sie schlimme Seelenängste vor der neuen Arbeit durchstand. Der Job bereitet ihr schon gedanklich derart große Unannehmlichkeiten, daß es ihr nicht einmal schwer fällt, morgens aufzustehen. Ein Gedanke an Headset und Telefongemurkse reicht aus um schon während des Weckerklingelns hellwach zu sein. Freude kam demzufolge im Überschuß auf, als F. an einem sechsstündigen Übersetzungstest teilnehmen durfte, der für eine Stelle als Editor und Übersetzer verlangt wird. 4 Stunden lang Korrektureditieren und Übersetzen von Finanz- und Börsentexten findet sie nämlich total abgefahren und arbeitstechnisch erstrebenswert. Übersetzen ist superklasse!

Gestern ging der Fotoapparat mit in die Kaufhalle, kam dann aber auf Grund von F.s chronischer Vergesslichkeit nicht zum Einsatz. So muß die werte Leserschaft noch länger auf ein Foto der 5kg Packung Miracel Whip Mayonnaise warten. Demnächst kommt auch ein Foto von einer Person, die ein solches Riesenglas Mayonnaise tatsächlich kauft. Den Fitnesszustand dieses Menschen kann man sich aber auch schon im Voraus bildlich vorstellen.
Am Drehkreuzeingang der Einkausstätte heißt einen eine freundliche, aufgezeichnete Stimme im Supermarkt willkommen. Die Kassiererin direkt neben dem Drehkreuz ist wahrscheinlich schon halb dem Wahnsinn verfallen, weil sie von morgens um 7 bis 0 Uhr Mitternacht aller 30 Sekunden "Willkommen bei Super C" hören muß.

Super C ist eine abgewrackte kanadische Version von Aldi mit einer durchschnittlichen Verkaufsfläche von 4000qm. Alle Packungen sind von enormer Größe. 2kg Schälchen Hackfleisch und 1500g Beutel Instanthühnerbrühe gehören nicht länger ins Reich der Träume, hier kann man sich Geschmacksverstärkervergiftungen im großen Stil holen, indem man nur zu tief einatmet. Der aufmerksame deutsche Einkäufer hortet nur Produkte, die Stamm-Super C-Kunden liegenlassen. Diese unbeliebten Speisen werden dann preisreduziert und schon bezahlen F. und A. 30 Dollar weniger für den Wocheneinkauf.

Provigo ist die nächstbilligere Kategorie. Im Gegensatz zu Super C sind die Parkplätze dort so riesig, daß sogar F. einparken kann. Die Limonade kostet pro 2 Liter Flasche nur 79 statt 99 Cent. Wie in fast allen nordamerikanischen Supermärkten (außer Super C) gibt es an der Kasse Einpackpersonal. Bei Provigo ist dieses in tolle grüne Schürzen gekleidet.

Bei IGA bekommt der Käufer pro 50 Dollar Einkaufspreis etwas geschenkt. F. und A. haben letztens ein Bund Möhren für die 50 und ein Netz Zitronen für die 100 Dollar Grenze ausgehändigt bekommen. Beim Einpacken kann man zwischen Plastik- und Papiertüten wählen, das Personal trägt rote Blusen.

Der Marché Richelieu heißt zwar wie der berühmte Kardinal, die Angestellten haben aber keine fetzig-rote Uniform. Die Einpackmenschen sind gar unbeschürzt! So geschieht es F. an der Kasse häufig, daß sie beim Bezahlen erschrocken zur Seite schielt und bemerkt, wie ein fremder, in waschbedürftige Kleidung gehüllter Mann ihr eben gekauftes Gut in eine Tüte packt und vermeintlich stehlen möchte. Ärger ergreift die sanfte Natur! Doch alsbald erinnert sie sich: Der lotterige Geselle hat nicht den Diebstahl, sondern das servicemäßige Verpacken im Sinne.

Manchmal erlauben Supermärkte auch, daß Jugendliche in Eishockeytrikots oder Hilfskorpsuniformen die Tüten bepacken. Das sind dann Sportmannschaften bzw. Organisationen, die ihre finanziellen Mittel aufpolieren wollen und auf Trinkgeld hoffen.

J. packt auch manchmal Tüten ein und aus. Sie hofft dabei auf Leckerlie:
Meistens muß sie aber mit infantilem Spielzeug vorlieb nehmen.
Die Verantwortliche für diesen Mißstand lächelt dazu nur selbstgefällig:

Donnerstag, 29. Januar 2009

Kaufentscheidung trifft Tierquälerei

Es ist ja nun gemeinhin bekannt, daß F. keine richtige Kamera hat und ihre Erinnerungen deswegen auf schmierigen, pixeligen, schlecht beleuchteten Fummelbildchen aufnehmen muß. Trüge sie eine Camera Obscura von 16hundertirgendwas mit sich herum, hätten die Bilder wenigstens einen nostalgischen Kunsttouch. So sind sie einfach nur doof. Bei 2 Bildern pro Minute werden Schnappschüsse außerdem sehr unwahrscheinlich. Dem soll nun ein Ende gemacht werden. Vom tollen Umrechnungskurs begünstigt wurde unvernünftigerweise eine Canon Powershot A590IS erstanden, die in drei Tagen in der Kemenate eintreffen soll. Spannung, Spannung!

Auf der Mission des Kamera-im-Geschäft-betatschen-dann-aber-im-Internet-bestellens führte F.s und A.s Weg in ein großes Einkaufszentrum. Aus purer Hundespielzeugsneugier betrat man ein Tiergeschäft namens "Safari". Entsetzliches bot sich dem Blicke dar; F. wird sich nie daran gewöhnen, daß das hier noch erlaubt ist: In kleinen 1x1x1 Meter Boxen aus weißem Kunststoff ohne Kissen, ohne richtigen Boden (dafür mit Gitterrost, damit der Kot durchfällt) ohne Spielzeug, ohne Gesellschaft saßen je ein Weimaraner, Border Collie, Malteser, Schäferhund, ShiTzu, Chihuahua, Lhasa Apso, Westhighland Terrier , Jack Russell, u.A. im Alter von 8 bis 16 Wochen, von den gaffenden Kunden nur getrennt durch eine Plexiglasscheibe. Etliche Katzenbabys gab es auch. Niemand wunderte sich darüber oder schien ansatzweise entsetzt. Was mit den Tieren geschieht, wenn sie bis zum Erwachsenenalter nicht verkauft werden, ist unklar. In solchen Läden kauft F. natürlich nichts, denn da fällt auch ihr kein flotter Spruch mehr ein.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Interessante Adjektive

Diese Woche geschahen mehrere erstaunliche Dinge, die ihre herausragenden Facetten in Montreal erstrahlen ließen. Erstens: F. hat jetzt Arbeit bei einer Umfragefirma, die online nicht genannt werden möchte; aus diesen Gründen soll diese Firma hier LochImBauch GmbH getauft werden. Die LochImBauch GmbH führt weltweit Umfragen zu verschiedenen Themen durch und verdient damit augenscheinlich viel Geld. Da auch Leute in Deutschland befragt werden sollen, muß F. mit ihren exotischen Deutschkenntnissen an die prestigeträchtige Umfragefront rücken.

Um dies tun zu dürfen, verbrachte sie gestern fast zwei Stunden damit, sich selbst einem unglaublich unseriös gekleideten Mittzwanziger anzupreisen. Dieser Angestellte, der die O-Ton "humanen Ressourcen" Kanadas in Spreu und Weizen trennt, trug ein weit aufgeknöpftes, türkisfarbenes Hemd und sehr spitze Schuhe (wahrscheinlich an die 2mal so lang wie seine eigentlichen Füße) zu hautengen Jeans und einem Pferdeschwanz. Mit genau diesem Outfit würde man im alten Europa die Chefetagen sicher im Sturm erobern. F.s alte, konservative Seele seufzte vor Schmerz. Gleich darauf durfte dann aber vor Freude geseufzt werden, denn der Humanressourcenagent befand F. als weizig genug und orderte sie am Freitag um 12 zur Einweisung. Freude, Freude! Dank selbst einteilbarer Schichten muß auch J. keine Einsamkeiten fürchten und F. hat endlich Gelegenheit, ihre Brillianz dem Arbeitsleben zuzuführen.

Woran sie das Arbeitsleben jedoch nicht teilhaben lassen wird, ist die neuentdeckte Tatsache, daß Hitler im Englischen ein offizielles, im Wörterbuch verzeichnetes Adjektiv hat: "hitlerian". Das ließ F. natürlich sofort überlegen, wie das deutsche Äquivalent dazu lauten könnte. Hitlerisch? Hitleresk? Hitlerig? Hitlerös? Letztere Version gefällt ihr am Besten. Sie plant, es als ihr neues, ultimatives Lieblingsnegativadjektiv zu gebrauchen, da es recht unheilsschwanger und historisch demonös klingt.

Das in den letzten Wochen doch ziemlich hitleröse Wetter ist in den letzten Tagen stauffenbergisch gut geworden, mit Sonnenschein und -12°C Tagestemperaturen. Bei solch sommerlichen Temperaturen kann man die Handschuhe jetzt zum Naseputzen wieder ausziehen, statt alles an den Stoff der Daumenrückseite zu wischen. Sehr gut. Weitermachen.

Als Letztes - als Vorschau auf den nächsten Artikel - noch informative Details aus Deutschlands Supermarktlandschaft. Haben nicht viele von Euch schon zahllose schlaflose Nächte über der Frage verbracht, warum der Edeka-Markt Edeka heißt? Ja? So erging es auch F. bis vorgestern, als die herausfand, daß Edeka früher E.d.K. hieß und "Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler" bedeutete. Ob der wenigen Kolonien der BRD muß F. mit erstauntem Blicke das dennoch reichhaltige Angebot der Edeka-Märkte loben. Weiter so!