Posts mit dem Label Juchhu werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Juchhu werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 23. August 2011

Die neue Terrasse ist besetzt!

Dank freundlicher Topf- und Stuhlspende der Großeltern sogar schon mit Pflanzen und Sitzgelegenheit. Ist die Wiese nicht wunderschön? J. wird Augen machen! Jetzt stürmen A. und F. den Ikea für weitere Besorgungen...

Mittwoch, 27. Juli 2011

Und sowas wird Lehrerin...

Seit heute, Mittwochvormittag den 27.07.2011 um 10:15 Uhr darf F. offiziell die Berufsbezeichnung 'Assessorin des Lehramts' führen. Urkunden wechselten den Besitzer, eine letzte Dienstbesprechung mußte durchgestanden werden, Dekoobst wurde massenweise vom Buffet runtergegessen.
Was nun folgt, ist das sogenannte Freizeitloch. Nach 18 Monaten mit nur halbem oder keinem Wochenende haben A. und F. erstmals wieder Unmengen an beliebig verfügbarer Zeit mit Aktivitäten zu füllen. Da weiß man gar nicht so richtig, wohin mit sich. Fest vorgenommene Zeitfresser sollen hier nun aufgeführt werden, aber Vorsicht, die Liste kann sich später beträchlich verlängern:

  • Filme mit geringem Bildungsgehalt erneut auf DVD anschauen, nachdem
  • um 14 Uhr gefrühstückt wurde, weil
  • man erst um 12 Uhr aus tiefem Schlaf erwachte.
  • Aufgeblasene Wälzer angeblicher Weltliteratur lesen, dabei
  • Eis mit Schokostreuseln zum Mittagessen verspeisen und
  • dazu Apfelsaft trinken - wohlwissend, daß das Bauchschmerzen gibt.
  • Mit dem Hund ordentlich im Wald herumsteigen, inklusive
  • enormem Dreckeinsammeln an Kleidung und Fell von Mensch und Tier.
  • Zeitfressende Papiermodelle von Videospielfiguren aus  mikroskopisch kleinen Teilen mit der Pinzette zusammenkleben
  • Videospiele spielen
  • sinnlos im Internet rumsurfen und 
  • unerschwinglich teure Technikprodukte sichten
  • die halbe Wikipedia lesen 
  • in eine Wohnung mit Heizung umziehen
Ergänzungen folgen später. Jetzt muß F. erstmal ins Bett, um 12 Uhr klingelt schließlich der Wecker.

ßängjuh!

Eine nette Person überreichte uns beziehungsweise diesem Blog folgenden Award (dt.: Preis):

Dazu gehört auch noch ein Anleitungstext, der F. fast intellektuell überfordert hat:
Das Ziel dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs ans Licht bringen. Deswegen würde ich euch bitten, keine Blogs zu posten, die ohnehin schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger und Leute, die zwar schon ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.
Erstelle einen Post, in dem du das Award-Bild postest und die Anleitung reinkopierst (= dieser Text). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat und sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst und ihr den Link deines Award-Posts hinterlassen.
Danach überlegst du dir 3 – 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst und die Besitzer jeweils per Kommentar-Funktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.
Wir hoffen, ihr nehmt diesen Award an und freut euch genauso doll wie wir.
Hier F.s nominierte Blogs (die Auswahl fiel schwer, da F. nicht oft in anderen Blogs liest. Sie ist eben doch ein durch und durch egozentrischer Mensch):

  • Rinas Blog - Es handelt sich hierbei um F.s Schwester. Wer dort blöde Kommentare hinterläßt, kriecht eine gescheuert.
  • A.s Blog - Quasi als Grabmal, denn A. schreibt nichts mehr. Warum, das bleibt schleierhaft. Liebe A., mach Dich mal nützlich und tippe einen Eintrag, kostet auch nüscht.
  • Eastern Look - Hier schaut F. gern mal vorbei, um angezogene Menschen aus Dresden zu sehen.
Mehr fiel F. beim besten Willen nicht ein, weil alle anderen Blogs entweder zu bekannt sind oder schon einen Award bekommen haben. Aber reicht ja auch nu.

Dienstag, 9. November 2010

Erna rockt die Straße.

Dieser alte Kamerad hat ausgesorgt und wurde für EUR 130 an zwielichtige Männer verkauft, die ihn wahrscheinlich nach Afrika verkaufen, wo tagsüber längs zersägte Schweinehälften auf seinen umgeklappten Rücksitzen transportiert und nachts Kindersoldaten zu ihren Ausbildungsstätten kutschiert werden. A. und F. haben nach sehr langer Suche und dank großzügiger, älterer Verwandter einen Ersatz gefunden.
Der Ersatz, ein supertoller Nissan Primera Traveller 2.0 Sport, wurde nach seiner Erstbesitzerin benannt und heißt somit fortan Erna. Vor vielen Jahren erwarb man sie neu. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Käuferin bereits das stattliche Alter von 69 Jahren erreicht. Der zweite Besitzer Helmut war mit 65 Jahren auch nicht mehr der Jüngste. Erna freut sich deshalb besonders, ihre Sitze nun zwei frischen Endzwanzigern anzubieten. Sie ist im Innern komplett in beiges Leder und Wurzelholz gekleidet - großmütterlich aber doch irgendwie fesch. Es gibt ein Automatikgetriebe, worüber besonders F. sich sehr freut und zahlreiche andere Extras, die jedes Rentnerherz erfreuen würden. So besticht die Rückseite von Fahrer- und Beifahrersitz z.B. durch einen praktischen Handtaschenhalter! Dank dem Aschenbecher in der hinteren Mittelkonsole können alle fünf Insassen quarzen, daß die Schwarte kracht, ohne dem beigen Leder ein Leid anzutun. Juchu! Lange gesucht und nun doch unter all den Knöpfchen gefunden - ein Tempomat. Der wird von F. im rauschigen S.er Stadtverkehr brav auf 50 eingestellt und treibt alle anderen Autofahrer in den Wahnsinn.
Damit der beige Kofferraum nicht von J.s schwarzen Haaren verunreinigt wird, bestellte A. eine maßangefertigte Kofferraumwanne mit 5 cm hohem Rand und Antirutschbeschichtung. Es müßten also mehr als 0,072 Kubikmeter - das sind 72 Liter - Flüßigkeit aus J.s Fell austreten, bevor die Wanne überläuft. Eher unwahrscheinlich, zumal das aufliegende Hundekissen auch noch ganz schön was aufsaugt. J. darf hinten sogar Musik genießen, denn an der Decke des Kofferraumes sind Boxen angebracht. Wow! Erna, Du bist ausgezeichnet! Mögest Du viele Kilometer entspannt mit A., F. und J. durch die Gegend fahren, äh, spazierenfahren.

Sonntag, 6. Juni 2010

Der Sinn des Lebens ist eine Blume. Oder eine Perserkatze.

Lob dem tollsten Haushaltgerät der Welt! Lob dem Geschirrspüler, Sparer von Zeit und Wasser, Nerven und schöner Handhaut! Lob, Lob!
Vor einigen Wochen erwarben A. und F. ein solches Maschinchen gebraucht für wenige Euro und erfreuen sich nun mühelos sauberen Geschirrs. Ein wenig Gefummel an der Abwasserleitung, eine Prise Spezialsalz und ein 7-Phasen-Tab der Marke ja! reichen aus, um das sklavische Gerät zum Arbeiten zu motivieren. Nie mehr sich stapelnde Teller und Tassen, die die Arbeitsfläche in der Küche kontaminieren, nie mehr fettiges Spülwasser und Nudeln im Abflußsieb, nie mehr! Hinfort die Sorgen um das Gekratze mit dem Metalldingens, das keinen richtigen Namen hat, einem aber die Fingernägel ruiniert, wenn man damit eingetrocknete Speisen bearbeitet. Nur noch neutral duftende Lappen bevölkern die Spüle, oh Wunder der Technik.
Der Klarspüler ist übrigens auch von der Marke ja!, was einen einmal mehr wundern läßt: Auf welche dringliche Frage soll ja! eigentlich die Antwort geben? Wird diese spezielle Frage bei der Entwicklung jedes neuen ja!-Produktes extra erdacht? Oder handelt es sich um eine universelle, jedem Stück Ware inhärente Problematik? 
Wie zum Beispiel 'Was ist der Sinn des Lebens?' - nein, denn darauf antwortet nur ein zynischer Optimistenklotz mit ja! Mhm. Vielleicht 'Ist Dir der Sinn des Lebens bekannt?' - klingt schon vielversprechender. Allerdings kommt damit niemand weiter, weil auf der Spezialsalzpackung ja keine zusätzlichen Hinweise zum Sinn des Lebens aufgedruckt sind. Da steht nur REIZEND und 'Gefahr ernster Augenschäden' und 'Darf nicht in die Nähe von Kindern gelangen.' Wieso sollte ein Hersteller, der den Sinn des Lebens zu kennen behauptet, Packungen mit der frohen Botschaft bedrucken und gleichzeitig Kinder kriminalisieren? Oder beziehen sich die kryptischen Anweisungen auf den Sinn des Lebens selbst? 'Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen' klingt, als wäre der Lebenssinn, den die REWE-Handelsgruppe da so geschickt vor der Menschheit zu verstecken versucht, ziemlich gefährlich oder aber sehr fragil. Immerhin ist die menschliche Magensäure dafür bekannt, alle Arten von Substanzen effizient aufzulösen. F. hat einst als Kind ein kleines Lego-Plastikblümchen verschluckt. Trotz aufwändiger investigativer Bemühungen wurde jenes Blümchen niemals wiedergefunden. Sollte der Sinn des Lebens also aus ähnlichem Material sein, so scheint die Warnung vorm Verschlucken gerechtfertigt.
Da nun zweifelsfrei bewiesen ist, daß die REWE-Handelsgruppe den Schlüssel zum Lebenssinn in den Händen hält, hat F. beschlossen, soviele ja! Produkte wie möglich zu kaufen, um weiterer Hinweise habhaft zu werden. Folgendes ist bisher bekannt:
Der Sinn des Lebens
  • stellt eine Gefahr für die Augen dar, muß also besonders schön, häßlich oder hell sein
  • darf nicht verschluckt werden, ist demnach gefährlich oder wenig stabil gebaut
  • kann allergische Reaktionen hervorrufen
Die bisherigen Fakten weisen darauf hin, daß der Lebenssinn entweder eine Blume (schön, instabil, allergieauslösend), Licht (hell, gefährlich, allergieauslösend) oder eine Perserkatze (häßlich, gefährlich, allergieauslösend) ist. Da kaum ein Mensch aus Versehen eine Perserkatze oder Licht verschlucken würde, tendiert F. zum gegebenen Zeitpunkt mehr zur Blume. Sobald weitere ja!-Produkte gekauft wurden, um die Beweislage zu verbessern, sollen die Auswertungen hier erscheinen.
Im Verlauf der Gedankenreihe zum Thema Sinn des Lebens wurde F. übrigens klar, daß nicht nur dem Geschirrspüler, sondern auch der Waschmaschine großes Lob als herausragendes Haushaltsgerät gebührt. Sie wäscht Kleidung rein und ermöglicht regelmäßigen Kleidungswechsel ohne viel Anstrengung. Mit ihr wirken die Menschen schöner und weniger nackt, sie spart ebenso Zeit und Wasser, wie ihre Freundin, die Spülmaschine. Ein Lob also auf die Waschmaschine und die Geschirrspülmaschine! Lob, Lob, Freude, Jauchzen!

Samstag, 29. Mai 2010

Es rappelt im Karton

Lange war Ruhe im Karton. F. wurde gefragt, warum. Hier also die Antwort: Durch sehr blöde Umstände wurde es möglich, über bestimmte Suchbegriffe F.s Blog per Google zu finden. Trotz umfangreicher Versuche, dies zu ändern, blieb der miserable Eintrag wie ein dicker Schandfleck in der vermaledeiten Suchmaschine sitzen. F. zog schon in Erwägung, das Blogschreiben ganz an den Nagel zu hängen, weil sie keine Lust hatte, auf eine neue Adresse umzuziehen. 
Manchem mag die Tragweite eines Googleeintrages nicht bewußt sein - aber als Lehrer muß man immer damit rechnen, daß Schüler und andere seltsame Wesen mitlesen. Natürlicherweise schränkt dies den eigenen Schreibstil ein und wer will schon halbgares, zensiertes Gedöns schreiben oder lesen. So kam es also, daß F. länger abstinent blieb und das Blog verwaiste. Einsam räkelte es sich in den Weiten des Internets, ungepflegt von der lieblichen Besitzerin Hand.
Damit soll nun aber Schluß sein. Es wurden zwar keine Lösungen gefunden, jedoch persönliche Überlegungen angestellt, die eine Fortsetzung des Schreibbetriebes weiterhin ermöglichen. Deswegen kann die F. nun auch berichten, daß sie sämtliche Unterrichtsbesuche für das laufende Schuljahr erfolgreich hinter sich gebracht hat und die eine oder andere drachengleiche Fachleiterin zu befriedigen wußte. Die erste Hürde im Verlauf des Referendariats ist also genommen. Oh Freude! Nun trennen nur noch ein Jahr Ausbildung, zwei bis drei Jahre Probezeit und einige Lehrproben F. von den heiß ersehnten 40 Berufsjahren im Beamtendienst ohne Recht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes (dafür aber sanft eingebettet in den Kreis lieber Lehrerkollegen, die schon anfangen zu tratschen, wenn man im Lehrerzimmer einmal zuviel blinzelt und die - während sie von ihren Schülern erwachsenes Verhalten fordern - sich selbst in möglichst vielen Situationen komplett daneben benehmen). Supi.
In Zukunft hier also wieder zu lesen: F.s Ergüsse und Meldungen. Angenehm.

Donnerstag, 8. April 2010

Es frühlingt!

Vor zwei Wochen sah das Wetter noch so aus:

Original Video - More videos at TinyPic


Man ließ sich vom Pony durch die Gegend ziehen:
Es war kalt. Heute grünt es aber schon:
Genauer gesagt, es frühlingt.

Freitag, 1. Januar 2010

Lob an die Butter

Die Butter ist zweifelsfrei eines der lobenswertesten, F. möchte sogar behaupten DAS Streichfett schlechthin. Zwar fetzen sich schlanke Menschen oder solche, die es dereinst werden wollen, am Kühlregal endlos um Olivenölmargerine, Halbfettbutter, Sojakrams und cholesterinfreie Schmiere aus finsteren Chemiebuden, die Butter jedoch bleibt die stille Königin des schmackhaften Vollkornbrotes. Hinfort mit genußfernen Menschen, die mit Joghurt gestreckten Frischkäse unter die Salami kratzen oder gar in staubtrockene Schnitten bar jeder Streichschicht beißen! Die Butter gehört auf's Brot, wie eine Lage Toilettenpapier auf die Klobrille eines Raststätten-WCs. Wo das dreilagige Papier hilft, Keime vom Gesäßbereich zu trennen und so die Benutzerin und den Benutzer zwingt, beim Aufstehen am Po klebenden Zellstoff in Kauf zu nehmen, verschönert schon eine einzige Lage guter deutscher Butter den Gesamtgeschmackseindruck jeder Speise um Welten. Nebenbei haften Wurstaufschnitt und Konsorten verläßlich an der Brotoberfläche, was ganz im Gegensatz zu selbigem Effekt auf der Raststättentoilette vollkommen wünschenswert und okay ist.
Es gibt jedoch auch unter den Butterliebhabern schlimme Gesellen, die ihr Streichfett nicht gern in kaltem Zustand essen. Diese Barbaren verdammen die Butter dazu, tagelang unfrisch in der warmen Küchenluft vor sich hin zu manschen und glänzend in der Butterglocke zu lagern. Tränen stehen F. in den Augen, wenn sie an solchen Frevel auch nur zu denken wagt! Die Butter schmeckt doch viel peppiger und toller, wenn sie in dicken Scheiben direkt aus dem Kühlschrank auf's Brot gestapelt wird. Ein Schmiervorgang ist dann nur noch bei sehr stabilem Backwerk möglich, kann aber notfalls auch unterlassen werden. Man lege die mit dem Messer abgetrennten Scheibchen einfach dicht nebeneinander - einem echten Butterfreund kann diese Schicht niemals zu mächtig sein.
Im Ausland jedoch sollte man Vorsicht walten lassen beim Buttergenuß. In arger geistiger Verirrung ist es den Bürgern anderer Staaten nämlich eingefallen, Salz in ihre Butter zu mischen, statt dieses - wie hierzulande üblich - selbständig nach dem Streichvorgang aufzutragen. Ein Nutellabrot wird so zur seltsamen Geschmacksmelange aus süß und salzig - pfui! Schon Großmütter wußten doch, daß zuviel Salz dickes Blut verursacht und letzten Endes für fast alle schlimmen Krankheiten der Menschheit zur Verantwortung gezogen werden muß (was sie natürlich nicht daran hinderte, auch weiterhin ihr Essen kräftig nachzusalzen, noch bevor sie es überhaupt gekostet hatten). Wer gesalzene Butter mit Wonne verspeist, der mag wohl auch Mayonnaise und was von derartigen Menschen zu halten ist, wurde an anderer Stelle schon hinreichend erörtert.
Die reine, deutsche Butter also soll es sein. Dick aufgetragen, täglich verzehrt, lächelnd verdaut. Guten Appetit.

Samstag, 13. Juni 2009

Deutschland riechen können

Tief im Herzen trägt ein jeder Mensch eine gewisse Affinität zum Geruch des eigenen Pupses mit sich herum. Oft unterscheidet man sogar zwischen sehr interessant riechenden Pupsen, mit denen gern unter der Bettdecke gelegen wird, und nicht so tollen Varianten, bei denen man sich fragt, was bitte der Darm sich dabei wieder gedacht hat. Aufgrund ihrer mangelnden Gesellschaftsfähigkeit bleibt die Liebe zum eigenen Pups leider weiterhin ein Tabuthema. Wo angeregt über Kinofilme und Bestseller diskutiert wird, muß das herzhafte Gespräch über gewisse Körperfunktionen verwaist in der Ecke hocken. F. bedauert dies immens! Wie viele Tiere waren und sind Menschen leidenschaftliche Riecher, Gucker, Hörer und Auswerter. Wer hat nicht schon versucht, in der privaten Gemütlichkeit der Kemenate Vokale zu rülpsen? Wenige Leute können ehrlich verneinen, unter der Dusche noch niemals mit Hand und Achselhöhle Pupsgeräusche erzeugt oder Andere zu selbigem Verhalten angeleitet zu haben. Routinemäßig werfen die meisten Neugierigen einen langen Blick in das soeben benutzte Taschentuch und der Klassiker des einsamen Forscherdaseins ist und bleibt das Schauen in die Kloschüssel nach erfolgreichem Stuhlgang. Man tut es nicht immer, aber man hat es schon mindestens einmal getan. F. redet hier nicht von Jugendsünden zehnjähriger Stuhlgänger, sondern dem Verhalten gestandener Erwachsener. Interessierte Frohnaturen schlummern in den meisten Menschen, werden aber leider zu selten Spazieren geführt. Dann redet man auf Wohnungseinweihungsfeiern entfernter Bekannter über das Wetter oder den Arbeitsmarkt. Das muß nicht so sein.
Der persönliche Touch ist es doch, der Gespräche interessant werden läßt. F. erzählt gern eigene Fehlschläge und Erlebnisse, um Bekanntschaften zu pflegen und eventuell zu Freundschaften heranzuziehen. In Montreal stößt sie dabei auf Probleme. Schon die Frage nach dem Wohnort des Kollegen scheint oft zu persönlich und wird mit einem vagen "In dem und dem Stadtteil" beantwortet. Ob G., neben dem F. seit vier Monaten täglich sitzt und tippt, interessante Hobbys hat, erfährt sie erst nach langen Verhörsitzungen. Nun könnte der gebildete Leser ausrufen: "Das ist weil der G. die F. nicht leiden kann. Die quatscht ihm zu viel, mit der möchte er lieber nichts zu tun haben." Dieser Einwand ist berechtigt, stellt sich aber unglücklicherweise als unwahr heraus. Bei drei Dutzend Kollegen in einem Raum kann es nämlich keinesfalls passieren, daß alle Anwesenden der liebreizenden Art F.s derart hartnäckig widerstehen. Nein, die Wahrheit ist viel trauriger: Auf Arbeit gibt es kein PRIVAT, weil man doch mit dem Typen nebenan in direktem Wettbewerb steht. Aus diesem Grunde hält man sich bedeckt und gibt möglichst wenig preis, um später daraus Vorteile ziehen zu können. Teamarbeit wird also eher kleingeschrieben. Geguckt, gerochen, gehört und ausgewertet wurde gestern. Daß man mal ganz dringend pullern muß, kann deswegen auch nicht vertrauensvoll an den Nachbarn weitergegeben werden.
Anders ist dies in Deutschland. Dort kennt F. sehr sympathische Menschen, bei denen man sich auch mal über den doofen Pickel im eigenen Gesicht aufregen kann, ohne verdutzte Blicke zu ernten. Hiermit drückt sie ihre Vorfreude (nicht den Pickel - davon wird der nämlich nur schlimmer) auf das Wiedersehen mit jenen kennenswerten Individuen aus! Noch 49 Tage, dann quatscht sie Euch wieder ein Geschwür ans Ohr und sorgt dafür, daß Ihr leichte Bedenken habt, sie Euren anderen Freunden vorzustellen. Haltet aus!

P.S.: Fotos zum Thema konnten im Fundus nicht ausfindig gemacht werden.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Ein Hund ist doch kein Zirkustier! *empör,empör*

Hier unser neuester Trick. Er steckt noch in den Kinderschuhen, weswegen die Klickerfrequenz beachtlich ist. Wir dehnen zur Zeit aus. Bei Gelegenheit macht F. mal ein Video von der Seite. Falls es nicht gut zu erkennen ist: Das J. steht mit seinen Vorderpfoten auf F.s Füßen und läuft mit den Hinterbeinen mit.

Dienstag, 10. Februar 2009

In Eile eine Zeile! Oder zwei oder drei...

F. ist erlöst! Nach unglaublichen 35,126665 Stunden (laut online Arbeitsüberwachungssoftware) nervenaufreibender Arbeit im Callcenter, bei der seitens der Angestellten pro geleisteter Stunde je 0,5 Punkte des gemessenen IQs verschwanden, wurde von der Unaushaltbarkeitspolizei für menschenverstandsunwürdige Beschäftigungsverhältnisse - kurz UpfümeB - ein neuer Job gefunden.
Nun verdingt F. sich 40 Stunden die Woche bei einer Spieletestfirma und übersetzt beziehungsweise korrigiert den deutschen, französischen und englischen Text in Computerspielen aller Konsolen. Das bedeutet 8 Stunden Videospielespielen, Übersetzen und Berichteschreiben pro Tag. Heute am Premieretag stand die gesamte Zeit ein sehr spezielles Spiel für den Nintendo DS auf dem Plan. Da alle getesteten Produkte natürlich noch nicht auf dem Markt sind, ist Stillschweigen angesagt. F.s Fingerspitzen sind versiegelt, was das Tippen der vielen interessanten Dinge, die sie so den ganzen Tag zu Gesicht bekommt, angeht. Die Sicherheitsmaßnahmen sind enorm! Zum Beispiel muß jedes Mal, wenn andere Menschen den Raum betreten, der Testmonitor abgeschaltet werden und am Ende des Arbeitstages werden alle Geräte und Produkte in einem Tresor verschloßen. Das Mitbringen eigener technischer Geräte ist selbstverständlich strengstens untersagt! Davon später mehr, denn erstmal muß geschlafen werden. In Zukunft bleibt weniger Zeit für's Blogschreiben...