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Freitag, 15. Mai 2009

Textaufgabe 1: Schweiß und Erfrierungstod am Arbeitsplatz

Versuchsanordnung
Gegeben ist eine leistungsfähige Klimaanlage AB, die sowohl Raum A, als auch Raum B klimatisieren soll. Zur Ermittlung der Temperatur Teisig steht ein Thermostat X zur Verfügung, welches jedoch ausschließlich die Temperatur des Raumes A mißt. Im Raum B wird keine Temperatur gemessen. Raum A und Raum B sind identisch dimensioniert und erfahren die gleiche Stärke an Sonneneinstrahlung Fschein. Die Fenster beider Räume können nicht geöffnet werden.
In Raum A befinden sich 30 übergewichtige, stark schwitzende, männliche Videospieltester VTklonk niederen Intellekts, die an 30 PCs mit ebensovielen Röhrenmonitoren arbeiten und weitere 30 stark Wärme abgebende Spielekonsolen benutzen.
In Raum B sitzen je 3 männliche und weibliche, formschöne, wohldimensionierte Sprachtester STchic mit ausgeglichenem Stoffwechsel an 6 PCs, 6 Flachbildschirmen und derselben Anzahl kaum wärmeproduzierender, tragbarer Konsolen.
Die Videospieltester VTklonk in Raum A kontrollieren die Temperatur Teisig durch Eingabefeld Edrück. Sie stellen Teisig auf 18°C mit Dauergebläse ein. Da das Thermostat X die Temperatur nur in Raum A messen kann, wird Raum B für den Gesamtverlauf der Zeit tewig mit derselben Kühlkraft Fkühl und Gebläsestärke Fpust versorgt, wie Raum A.

Gesucht
  • Welche Zeit tewig vergeht, bis die Sprachtester STchic in Raum B das Eis Ekratz von der Innenseite ihrer Fenster hobeln können?
  • Welche Zeit tewig vergeht, bis die Population der Sprachtester ST auf ST<1 absinkt?
  • Auf welchen Wert Y müßte der BMI der Videospieltester VTklonk reduziert werden, damit die Sprachtester STchic eine Zeitspanne tschicht=8h lebendig überstehen?
  • In welchem Land befinden sich die Räume A und B?

Dienstag, 20. Januar 2009

Generelle Bülderchen

Wenn es mal kurz zu warm war und alles schön anfriert, so daß man auch ja keinen Fuß sicher vor den anderen setzen kann, sieht es so aus. J. ist dann die Einzige, die nicht rutscht und wie auf Eiern läuft. Sie kann sogar noch sprinten.

Downtown Montreal im November vom Aussichtspunkt im Parc Mont Royal aus betrachtet.

Frage an das Publikum: Was stimmt auf untenstehendem Bild nicht (außer der Schärfe)?
Als es so kalt war, fror der Fluß langsam zu. Aus purer Effekthascherei dampfte das Wasser dabei ganz ordentlich.Zwischen den Bänken ist das Parken übrigens IMMER verboten. Diesmal ganz einfach. Mensch und F. hatte schon mit dem Gedanken gespielt, das Auto dort reinzuquetschen. Aus der Traum!



J. guckt wie immer nur blöd. F. versucht J. übrigens schon seit einer Weile fettzufüttern, damit sie sich weniger bewegt und langsamer rennt; klappt aber nicht, wie man sieht. Schlank...

...und schnell!
Schwarzer Hund auf weißem Grund mit blöder Handykamera fotografiert - geht gar nicht. Was wird nun erneuert? Kauft F. sich ein neues Handy oder einen neuen, weißen Hund? Bei den Vertragsbindungen heutzutage kommt der neue Hund bestimmt billiger.

Samstag, 17. Januar 2009

Hundehalter hier gehören eingesperrt!


Zwischen -21°C und -27°C realer (nicht gefühlter) Temperatur mutiert F. zu einem dauersarkastischen, mäkeligen Monster. Nach 10 Minuten draußen hat sie starke Kopfschmerzen und kleine Erfrierungen an den Wangen.

J. findet das auch nicht so gut. Überall ist Salz gestreut, aber auch auf ungewürztem Schnee läuft es sich auf längeren Strecken bei dieser Kälte nicht so gut und sie hält ab und an eine Pfote hoch. Lange geht das aber nicht, denn man muß ja wie eine Wilde in der Gegend herumrasen, um warm zu bleiben.

Da die Batterie des Autos durch arge Blödheit F.s in Form von Lichtanlassen den Geist aufgegeben hat und die CAA (= kanadischer ADAC) Mitgliedschaft eine Wartezeit von 48 Stunden bis zum ersten Service verlangt, latschten F. und J. die letzten beiden Tage mißmutig durch die Stadt und hielten sich mehr als gewöhnlich in den wenig geliebten Hundeparks auf.

Dort trafen sie auf PeeWee, 5 Monate, Rauhhaar-Jack Russel, der tatsächlich Schuhe anhatte und dessen Besitzerin erst auf Hinweis F.s, daß am Penis des Welpen schon Eis hänge und er wirklich friere, Anstalten machte, den Kleinen einzufangen (Dauer: 10 Minuten) und nach Hause zu fahren.

Später kam Roger, Bassett mit tiefer Stimme, die er auch rege nutzte, um J. seine Spiellaune mitzuteilen. Rogers Frauchen fand das nicht so toll und knallte Roger erstmal auf den Rücken, F.s Protest einfach überhörend. Roger war damit natürlich gar nicht einverstanden - würde aber, nach Frauchens Aussage, die Geste ganz genau verstehen.

Dann war da noch Beagle-Jüngling Gaston. Auch er mit 3 Schuhen bekleidet, der 4. war wohl schon verloren gegangen. In wildem Spiel büßte Gaston dann auch noch einen weiteren Schuh ein, den er aber pflichtbewußt sofort einsammelte und fröhlich herum trug. J. hinterher. Herrchen begann dann, mitzuspielen und lief schimpfend hinter seinem Beagle her. Der fand es super, daß Herrchen, der bis dahin am Telefon gehangen hatte, endlich mal mitmachen wollte und rannte umso schneller. J. weiter hinterher. Aus lauter Sanftmut ließ Gaston Herrchen dann etwas näher heran - man will ja auch Chancen geben im Leben. Herrchen nutzte die Gelegenheit und versohlte Gaston ordentlich, warf ihn dann auf den Rücken und hielt ihm die Schnauze zu. Da hielt J. dann doch eher Abstand.

Fazit: Wer eine Zeitreise in Sachen Hundehaltung machen will, komme gern nach Montreal. Beratungsresistente, uninteressierte, gewaltbereite Menschen gepaart mit hilflosen Hunden und modernen Erziehungshilfen schaffen ein Drama ungeahnten Tiefgangs. Morgen wird das Auto repariert; J. und F. freuen sich schon darauf, den Hundeparks wieder größenteils den Rücken zukehren zu können.

Freitag, 2. Januar 2009

Auf dem Klo einen Tagebucheintrag schreiben - Es lebe der Laptop!

Wenn es ganz kalt ist, zieht F. sich den Schal bis an die Nase und pustet warme Luft hinein. Leider beschlägt dabei öfter ihre Brille. Läuft dann auch noch die Nase, reißt ihr der Geduldsfaden und sie fliegt nach Kuba. Lieber Armut sehen, als Kälte spüren!

Abfall während der Fahrt aus dem Autofenster werfen kostet in der Stadt mehr ($200) als auf dem Lande ($100). Wahrscheinlich weil in der Natur mehr Platz ist und der Abfall dort weniger auffällt.

Bei einem Geradeaus-Zwingpfeil links abbiegen kostet $154, am Hydranten parken $37, Autos mit 25 Litern Spritverbrauch auf 100km besitzen hingegen ist nicht unter Strafe gestellt.

Bringt man im Supermarkt seine eigenen Tüten mit, bekommt man 5 Cent pro Tüte gutgeschrieben, ob man, wenn man einen Schokoriegel für $1 kauft und dann mit 20 Plastiktüten in der Hand durch die Kasse geht, den Schokoriegel kostenlos bekommt, gilt es auszuprobieren. Fakt ist, daß im Spätshop 2 Snickers $3,26 kosten, 1 Snickers hingegen $2,50. Ob die Erdanziehungskraft in Kanada stärker ist und normale Zahlen sich dadurch irgendwie unregelmäßig zusammenrechnen?

Feuchtes Klopapier kostet $5,50 pro 200 Blatt, Poabwischtücher für Babys mit Aloe Vera und Teddybärendruck nur $2,30 pro 400 Stück. Haben junge Menschen ein preiswerteres Recht auf reine Popos?

Und die letzte und schwierigste Frage: Warum kosten grüne Gurken $4 das Stück?

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Video: So räumt man Schnee weg!

Tolle Teamarbeit in den Straßen Montreals.

Viel Spaß beim Anschauen!

http://www.youtube.com/watch?v=w4dAPFb6MeM

Dienstag, 9. Dezember 2008

20cm in 6 Stunden


Gestern Abend lag nur hie und da ein Krümelchen Schnee, Heute morgen sind das Auto dick bedeckt und die Straße zu bei -12°C (gefühlt -19). Yippieh, denkt F. für circa drei Sekunden, bevor sie sich daran erinnert, daß das Auto freigekratzt werden muß und der Schnee beim noch so vorsichtigen Öffnen der Autotür auf den Sitz fallen wird. Das Eis sitzt unter den Scheibenwischern, der Schnee fällt so dicht, daß man nur 20 Meter schauen kann und der Verkehr läuft quälend langsam.

Im Park wird gestapft, während die Schneeflocken auf F.s vorstehendem Schal kleine Türmchen bilden. Bei dem Wetter verschneidet doch tatsächlich ein Parkarbeiter die Bäume. Im Oktober war dazu wohl zu gutes Wetter. Beim Bäumestutzen will man sich ja schließlich von eisigen Böen quälen lassen, sonst ist das Feeling nicht so jack-london-mäßig.

Das Tier wühlt sich endlos durch den Schnee, wälzt und robbt, zieht mit der Schnauze Schneisen durch das Pulver und friert gar nicht. F. verwirft den Gedanken an einen wärmenden Hundemantel endgültig und beschließt, das Geld stattdessen für eine Sturmhaube auszugeben.

Nach einer anderthalben Stunde Gassi liegen auf dem Auto schon wieder 5cm Schnee. Der Kombi hat hinten keinen Scheibenwischer, aber die interessanten Dinge passieren beim Autofahren eh vorn. Wer möchte schon auf die Kadaver längst überfahrener Kleinkinder und Kuschelpuschelhasen zurückblicken?

Abends läßt der Schneefall dann nach und geht später in gefrierenden Regen über. Regen, bei -9°C? Wer hat sich das denn ausgedacht? Neben den parkenden Autos liegt eine 40cm hohe Schneewulst, die friert bis morgen früh und muß dann abgetragen werden - ob die Stadtreinigung das übernimmt? Für den Fall, daß das nicht so ist, haben F. und A. heute eine Schneeschippe gekauft, zusätzlich zu

  • dem kurzen Besen für den Schnee
  • dem langen Besen für den Schnee
  • dem Eiskratzer
  • dem Schloßenteisungmittel
  • der Scheibenwischerflüssigkeit bis -45°C
  • dem Sandsack
  • und den Fleecedecken.

Den Winter haben eindeutig die Kapitalisten erfunden. Alle anderen Jahreszeiten übrigens auch.

Sonntag, 7. Dezember 2008

In 24h von 5 auf -20(-30)

F. glaubt, sie spinne. Noch gestern zeigte das Thermometer tagsüber schnuckelige 5°C, heute erfolgte innerhalb weniger Stunden ein freier Fall auf -20°C bei 35km/h Windgeschwindigkeit. Das macht dann -30°C gefühlte Temperatur und sich von innen zusammenklebende Nasenlöcher (Stichwort gefrierende Popel). Dabei schneit es nur ganz sachte.
  • 10 Minuten Stehenbleiben, damit das Tier mit einem anderen Hund spielen kann: weltraumähnliche Kälte ergreift F.s Körper
  • Kurzes Ausziehen eines Fausthandschuhs, um den Schal weiter ins Gesicht zu ziehen: Hände verfärben sich in Richtung hellbeige, tun danach so, als gehörten sie nicht mehr zum Körper und versagen wenig später komplett den Dienst - der Schal bleibt zu niedrig
  • unerwarteter Harndrang beim Spazierengehen: Glattgefrorene Urinpfütze zwischen den Nadelgehölzen, F.s Unterleib protestiert "mit Nachdruck"

-30°C gefühlte Temperatur werden hiermit von F. als eindeutig zu kalt befunden. Wer auch immer behauptet hat, man könne den Unterschied zwischen -15° und -30° nicht wirklich wahrnehmen, war ein elender Lügenbold und sollte zu 10 Folgen "Verliebt in Berlin" verurteilt werden. Den Unterschied merkt F. schon allein daran, daß ihr eigener Atem auf dem Brillenglas eine Eisschicht bildet.