Dienstag, 20. Januar 2009

Generelle Bülderchen

Wenn es mal kurz zu warm war und alles schön anfriert, so daß man auch ja keinen Fuß sicher vor den anderen setzen kann, sieht es so aus. J. ist dann die Einzige, die nicht rutscht und wie auf Eiern läuft. Sie kann sogar noch sprinten.

Downtown Montreal im November vom Aussichtspunkt im Parc Mont Royal aus betrachtet.

Frage an das Publikum: Was stimmt auf untenstehendem Bild nicht (außer der Schärfe)?
Als es so kalt war, fror der Fluß langsam zu. Aus purer Effekthascherei dampfte das Wasser dabei ganz ordentlich.Zwischen den Bänken ist das Parken übrigens IMMER verboten. Diesmal ganz einfach. Mensch und F. hatte schon mit dem Gedanken gespielt, das Auto dort reinzuquetschen. Aus der Traum!



J. guckt wie immer nur blöd. F. versucht J. übrigens schon seit einer Weile fettzufüttern, damit sie sich weniger bewegt und langsamer rennt; klappt aber nicht, wie man sieht. Schlank...

...und schnell!
Schwarzer Hund auf weißem Grund mit blöder Handykamera fotografiert - geht gar nicht. Was wird nun erneuert? Kauft F. sich ein neues Handy oder einen neuen, weißen Hund? Bei den Vertragsbindungen heutzutage kommt der neue Hund bestimmt billiger.

Montag, 19. Januar 2009

J. hat ihren Autoschlüssel verloren...

...und jetzt sucht sie ihn überall. Wo kann der nur sein?!

Auferstanden aus Ruinen


Preist den Herrn, Paulette, unser geliebtes Fahrzeug, fährt wieder! Nach läppischen 8 Tagen zwischen -21°C und -27°C hatte die Batterie fristlos gekündigt. Heute morgen trabte dann Monsieur McDesjardin, der schlechtgelaunte "Batteriexperte" vom CAA (kanad. ADAC) zu unserer Rettung heran.

Diesen hatte A. in einem 10minütigen Telefongespräch, in dem sie 5mal verschiedenen Leuten den Sachverhalt erklären mußte, herbeigerufen. Nach 2 Stunden läutete der Telefonapparat und eine automatische Stimme befahl "mit zwei Identitätsnachweisen, der CAA Mitgliedskarte und den Autoschlüsseln" vor der Haustür auf die Ankunft des edlen Mechanikers auszuharren. Wohl damit der ja nicht aussteigen und klingeln muß...

Monsieur McDesjardins hatte trotz -10°C (ja, es ist wieder wärmer) nur einen leichten Fleecepulli an, dafür aber umso mehr isolierendes Körperfett. Da unser Auto (1990er Oldsmobile Cutlass Cruiser) von einer amerikanischen Firma gebaut und designt wurde, konnte man natürlich nicht erwarten, daß der Batteriewechsel einfach und schnell gehen würde. Nein, der KFZ-Mensch mußte erst allerlei Streben und Schläuche abtragen, um an den Batterieklotz zu gelangen. Das dauerte dann schon so seine halbe Stunde.

Danach sprang die gute alte Paulette schnurrend an und A. zahlte mit ihrer Kreditkarte. Ja, Ihr habt richtig gehört, der Reparaturmensch hat in seinem Auto tatsächlich ein Kreditkartenlesegerät. Faszinierend.

Was macht DIE denn schon wieder da unten?!

Heute wieder Pelztiersichtung. So sah es auf dem Baum aus:
Eichhörnchen (auf dem brillianten Foto nicht gut zu erkennen) glotzt runter und knispelt eine Nuß.

Und so am Fuße des Baumes:
J. glotzt hoch, bewegt sich keinen Millimeter, so daß F. in aller Ruhe ihr Handy zücken konnte.
Zum Glück gibt es ja ein Weitergehkommando, sonst würde sie jetzt noch als Eiszapfen da sitzen und hochschielen, die blöde Kuh.


Warum einfach, wenn's auch doof geht

An alle Straßenexperten, hier der Grund für A.s, F.s und J.s fast 500$ Strafzettelsammelsurium:

Na, was heißt das nun? Darf man hier parken? Oder doch nicht?

Folgende Fakten enthält das anschauliche Schildchenteam:
  • Hier hört das generelle Parkverbot auf.
  • Hier fängt zusätzlich das spezielle Parkverbot an. Es gilt zwischen 9 und 23 Uhr für alle außer Leute mit Sonderparkausweis Nr. 41. Die dürfen dort immer parken. Menschen mit offiziellen Stadtfahrzeugen sind auch immer herzlich zum rechtmäßigen Parken eingeladen, ABER:
  • Auch offizielle Stadtfahrzeuge und Sektor 41 Menschen müssen ihr Auto in der "verbotenen Periode" wegfahren. Die verbotene Periode steht dann gaaanz oben: Dienstag und Freitag zwischen 9 und 17 Uhr.
Ist doch ganz einfach, oder? Kanada blieb wahrscheinlich nur deswegen so menschenleer, weil potentielle Immigranten von den Parkschildern abgeschreckt wurden und panisch schreiend heimwärts schwammen.

P.S.: Wenn Schnee liegt, wird es noch komplizierter, dann kommt nämlich ein extra Schild ran, das einem sagt, daß man da entweder gar nicht mehr, nur von 7 bis 19 Uhr oder von 19 bis 7 Uhr parken darf, weil das Räumauto kommt. Manchmal kommt es auch nicht, dann war das Sonderschild sinnlos. Hammer's jetze?

Sonntag, 18. Januar 2009

Hüüüüja!

Was ergeben ein Plastikschlitten, 10 kg Katzenstreu Natur im Beutel, ein Zuggeschirr, zwei Leinen, ein Mensch und ein Hund?


Leider sind die 10 kg selbst Im Tiefschnee noch zu leicht und F. wird wohl einen weiteren Beutel kaufen. Die arme J. muß das dann ausbaden.

Samstag, 17. Januar 2009

Hundehalter hier gehören eingesperrt!


Zwischen -21°C und -27°C realer (nicht gefühlter) Temperatur mutiert F. zu einem dauersarkastischen, mäkeligen Monster. Nach 10 Minuten draußen hat sie starke Kopfschmerzen und kleine Erfrierungen an den Wangen.

J. findet das auch nicht so gut. Überall ist Salz gestreut, aber auch auf ungewürztem Schnee läuft es sich auf längeren Strecken bei dieser Kälte nicht so gut und sie hält ab und an eine Pfote hoch. Lange geht das aber nicht, denn man muß ja wie eine Wilde in der Gegend herumrasen, um warm zu bleiben.

Da die Batterie des Autos durch arge Blödheit F.s in Form von Lichtanlassen den Geist aufgegeben hat und die CAA (= kanadischer ADAC) Mitgliedschaft eine Wartezeit von 48 Stunden bis zum ersten Service verlangt, latschten F. und J. die letzten beiden Tage mißmutig durch die Stadt und hielten sich mehr als gewöhnlich in den wenig geliebten Hundeparks auf.

Dort trafen sie auf PeeWee, 5 Monate, Rauhhaar-Jack Russel, der tatsächlich Schuhe anhatte und dessen Besitzerin erst auf Hinweis F.s, daß am Penis des Welpen schon Eis hänge und er wirklich friere, Anstalten machte, den Kleinen einzufangen (Dauer: 10 Minuten) und nach Hause zu fahren.

Später kam Roger, Bassett mit tiefer Stimme, die er auch rege nutzte, um J. seine Spiellaune mitzuteilen. Rogers Frauchen fand das nicht so toll und knallte Roger erstmal auf den Rücken, F.s Protest einfach überhörend. Roger war damit natürlich gar nicht einverstanden - würde aber, nach Frauchens Aussage, die Geste ganz genau verstehen.

Dann war da noch Beagle-Jüngling Gaston. Auch er mit 3 Schuhen bekleidet, der 4. war wohl schon verloren gegangen. In wildem Spiel büßte Gaston dann auch noch einen weiteren Schuh ein, den er aber pflichtbewußt sofort einsammelte und fröhlich herum trug. J. hinterher. Herrchen begann dann, mitzuspielen und lief schimpfend hinter seinem Beagle her. Der fand es super, daß Herrchen, der bis dahin am Telefon gehangen hatte, endlich mal mitmachen wollte und rannte umso schneller. J. weiter hinterher. Aus lauter Sanftmut ließ Gaston Herrchen dann etwas näher heran - man will ja auch Chancen geben im Leben. Herrchen nutzte die Gelegenheit und versohlte Gaston ordentlich, warf ihn dann auf den Rücken und hielt ihm die Schnauze zu. Da hielt J. dann doch eher Abstand.

Fazit: Wer eine Zeitreise in Sachen Hundehaltung machen will, komme gern nach Montreal. Beratungsresistente, uninteressierte, gewaltbereite Menschen gepaart mit hilflosen Hunden und modernen Erziehungshilfen schaffen ein Drama ungeahnten Tiefgangs. Morgen wird das Auto repariert; J. und F. freuen sich schon darauf, den Hundeparks wieder größenteils den Rücken zukehren zu können.